Steuern beim Immobilien­verkauf: Wann das Finanz­amt die Hand aufhält

Selbst­nutzung. Ihr Eigenheim bleibt beim Verkauf steuerfrei. Sie müssen es nur im Jahr des Verkaufs und den beiden Jahren davor selbst bewohnt haben. Haben Sie Ihr Eigenheim noch nicht so lange, müssen Sie es die ganze Zeit genutzt haben. Es reicht auch, wenn Ihre Kinder, für die Sie Kinder­geld beziehen, entsprechend lange in der Immobilie gewohnt haben. Dieselben Regeln gelten für selbst­genutzte Ferien- und Zweit­wohnungen.

Zehn­jahres­frist. Der Verkauf Ihrer vermieteten Immobilie bleibt steuerfrei, wenn Sie diese vor mehr als zehn Jahren ange­schafft oder vor dieser Frist gebaut haben.

Immobilien Special

Spekulations­teuer. Halten Sie eine vermietete Immobilie weniger als zehn Jahre, müssen Sie die Differenz aus Verkaufs­erlös und Anschaffungs­kosten mit Ihrem persönlichen Steu­ersatz versteuern. In dem Bild links rechnen wir ein Beispiel vor für eine Wohnung, die nach acht Jahren verkauft wird.

Gewerb­licher Grundstücks­handel. Verkaufen Sie mehr als drei Objekte inner­halb von fünf Jahren, kann das Finanz­amt gewerb­lichen Grundstücks­handel annehmen und Gewerbe­steuer fordern. Das Finanz­amt kann nach dem letzten Verkauf die früheren Verkäufe rück­wirkend versteuern. Es können auch Immobilien mitzählen, die Sie über eine unternehmerische Beteiligung, etwa einen geschlossenen Fonds, halten.*

*) Passage korrigiert 18.09.2014

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