Identitäts­diebstahl

Unser Rat

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Miss­brauch. Bemerken Sie einen Miss­brauch Ihrer Daten, handeln Sie umge­hend. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und informieren Sie Unternehmen und Behörden.

Schutz. Öffnen Sie nie Anhänge und Links in E-Mails von unbe­kannten Absendern. Halten Sie Hard- und Software, Viren­schutz und Firewall auf digitalen Geräten aktuell, um Schadsoftware abzu­wehren.

Pass­wörter. Verwenden Sie nicht dieselben Zugangs­daten für mehrere Online­dienste. Nutzen Sie komplexe Pass­wörter mit Kombinationen aus Zahlen, Sonderzeichen und Groß- und Klein­buch­staben. Dabei helfen Pass­wort-Generatoren.

Sparen. Geben Sie Ihre Personen­daten nur preis, wenn es notwendig ist. Nutzen Sie in sozialen Netz­werken Privatsphäre-Einstel­lungen, sodass nur Ihnen bekannte Personen Ihre Angaben und Fotos sehen. Akzeptieren Sie nie wahl­los Freund­schafts­anfragen Unbe­kannter.

Über­wachen. Ein Google-Alert für Ihren Namen meldet, wenn dieser an neuen Stellen im Internet auftaucht. Nutzen Sie die umge­kehrte Google-Bilder­suche: Sie zeigt, wo Ihr Foto ange­zeigt wird.

Prüfen. Einmal jähr­lich können Sie kostenlos eine Selbst­auskunft bei der Wirt­schafts­auskunftei Schufa anfordern und auf verdächtige Einträge hin prüfen. Die Schufa möchte außerdem den Schutz von Identitäts­betrugs­opfern verbessern. Diese können sich künftig proaktiv in eine Daten­bank eintragen. Die Information, dass sie Opfer eines Identitäts­betrugs sind, wird an alle Unternehmen weitergeleitet, die ihre Kreditwürdig­keit abfragen. So können Betroffene das Risiko verringern, dass ihre persönlichen Daten weiter für Betrugs­versuche verwendet werden. Mehr Infos unter schufa.de.

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Heideröslein am 31.12.2016 um 14:32 Uhr
Zu PayPal und die Polizei

Meines Erachtens spielt PayPal eine negative Rolle, weil es sich zu ignorant verhält bei Phishings, die in seinem Namen geschehen, z. B. mit der Mitteilung, der Account sei gesperrt wegen Unstimmigkeiten, oder man habe sich beigefügt einzuklicken, zwecks einer Nachprüfung usw. Schon mehrmals hatte ich mich dann an PayPal gewandt mit der Bitte, aktiv zu werden. Aber nichts geschieht oder man ist nicht dazu imstande. Und es ist auch nicht sachgerecht zu sagen, solche Phishings seien zu trivial, ein wachsamer Internetnutzer würde nicht auf sie hereinfallen. Niemand ist ohne Fehl und es gibt auch eine Vielzahl Neulinge im Netz. So habe ich denn meine Bankverbindung zu PayPal gelöscht und hoffe skeptisch, man hat dem entsprochen. Aber auch die Polizei lahmt, was leider meine Erfahrung. Dort wurde ich schon wiederholt abgewimmelt mit der Ausrede, ein Betrugsversuch ergebe noch keinen Straftatbestand.

jaroschi am 15.12.2016 um 07:24 Uhr
Die Paketdienste müssen auch mitmachen

Leider ist immer wieder zu sehen, dass Packedienste die Abholscheine außen in der Nähe der Eingangstüren anbringen.
Ich selber hatte schon den Fall, dass ein Abholschein an mich im Beet um die Ecke lag. Ich habe in dort zufällig gesehen.
Hier fehlt anscheinend vollkommen das Bewustsein für einen möglichen Misbrauch.

Gelöschter Nutzer am 13.12.2016 um 11:16 Uhr
@maurerhu und @SW

Dem Wunsch von @maurerhu nach Tests von Passwordmanagern schließe ich mich gerne an. @maurerhu: Ob Free- oder Payware ist irrelevant. Allenfalls bietet OpenSource die Möglichkeit, dass "Nerds" den Quellcode abprüfen können, was ein Plus ist. Die bekanntesten Programme wie KeyPass oder das cloudbasierte Lastpass gelten als sicher. Jedenfalls wurden bisher noch keine nennenswerten Schwachstellen entdeckt. Banken verbieten allenfalls das Speichern der iTan-Liste auf dem PC. Passwörter sind davon nicht betroffen. Hier gelten die einschlägigen Sorgfaltspflichten. Gerade bei Payware-Passwortmanagern würde es den Tod des Unternehmens bedeutet, würden Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit laut. Diese Unternehmen haben also ein großes Interesse daran, solche Zweifel gar echt erst aufkommen zu lassen. Letztlich bedarf es für jede Interaktion mit PCs (und Menschen) einem gewissen Vertrauen. Wer sagt ihnen, dass nicht der Tastaturhersteller einen Keylogger eingebaut hat?

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.12.2016 um 10:57 Uhr
Offene Fragen

@maurerhu: Eine völlige Sicherheit vor Missbrauch gibt es nicht. In vielen Fällen funktioniert die Masche aber nur so lange wie der Betroffene keine Kenntnis davon hat und nicht einschreiten kann. Bei Frau Schultz endete der Spuk nach Information aller betroffenen Firmen. Inzwischen ist auch die Nachbarschaft doppelt aufmerksam. Im konkreten Fall müssen die Täter Frau Schultz entweder gekannt oder ausgespäht haben. Die Pakete wurden schließlich während Ihrer Urlaubszeit an ihre Adresse geliefert. Ein neuer Briefkasten verhindert jetzt das Herausfischen der Abholscheine. Dies und die aufmerksamen Nachbarn dürften zumindest für diese Masche zukünftigen Missbrauch verhindern. Über Passwort-Manager haben wir bislang nicht berichtet. Ohne einen Test können wir nichts zu deren Verhalten sagen. Wir leiten Ihren Vorschlag, dieses einmal zu vergleichen, unseren Testern und der Planung zu.(TK)

maurerhu am 12.12.2016 um 23:54 Uhr
Offene Fragen

A) "Für Kathrin Schultz hat der Ärger mit den geklauten Daten ein Ende." Wie kann sie denn sicher sein, dass die einmal gestohlenen Daten von den Dieben nicht erneut verwendet / weiterverkauft werden?
B) "Dabei helfen Passwort-Generatoren." Bei Freeware-Programmen wäre ich misstrauisch, ob sie nicht selber die erzeugten Passwörter mitlesen und an Unbefugt senden. Lieber selber ausdenken und auf Papier schreiben, nicht im PC speichern.
C) In AGB's von Onlinebanken findet sich immer öfter ein Passus, der es verbietet, Passwörter in elektronischer Form zu speichern. Gilt das auch für verschlüsselte Passwordsafes? Sind Password-Manager gleichzeitig Password-Safes?
D) Selbst wenn niemals ein 100prozentiger Schutz gegeben ist: Könnte die Stiftung Warentest nicht einmal einen Vergleichstest oder wenigstens eine Übersicht der gängigsten Passwordsafes machen? pwsafe, Keepass, um nur einige zu nennen.