Ich-AG Meldung

Bevor die Arbeitsagentur Geld für eine Ich-AG bewilligt, will sie einen Geschäftsplan sehen.

Für Arbeitslose ist es seit November aufwendiger, eine Ich-AG zu gründen. Sie müssen sich nun die Tragfähigkeit ihrer Geschäftsidee erst von einem externen Prüfer bescheinigen lassen, bevor sie Geld von der Bundesagentur für Arbeit bekommen können.

Der Arbeitslose muss schriftlich ein Unternehmenskonzept vorlegen, das unter anderem die Geschäftsidee und die Marktchancen erläutert.

Fachkundige Stellen wie etwa eine Industrie- und Handelskammer dürfen ein Unternehmenskonzept prüfen. Bei den Kammern ist die Prüfung zum Teil kostenlos. Bisher war eine Begutachtung des Unternehmenskonzepts nur beim Antrag auf Überbrückungsgeld notwendig.

Die Bundesagentur fördert eine Ich-AG maximal drei Jahre lang. Im ersten Jahr mit monatlich 600 Euro, im zweiten Jahr mit 360 Euro und im dritten Jahr mit 240 Euro pro Monat. Den Zuschuss bekommt nur, wer mindestens einen Tag Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Entgeltersatzleistungen bekommen hat oder in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gewesen ist.

Wer ab dem Jahr 2005 das neue Arbeitslosengeld II bekommt, kann keine Ich-AG ­gründen. Das erhalten nur noch Bezieher von ­Arbeitslosengeld I. Für Empfänger von Arbeitslosengeld II, die sich selbstständig machen wollen, gibt es allenfalls einen Zuschuss („Einstiegsgeld“) für längstens zwei Jahre.

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