Die Immobilien Schutz und Service AG (ISS AG) aus Langenfeld bietet in Fernsehspots des Senders RTL Direktanleihen zu einem Festzins von 7,8 Prozent an (siehe Finanztest 11/03). Das klingt gut, doch sicher ist diese Geldanlage nicht.

Die ISS AG will mit dem Geld der Anleger preisgünstige Immobilien aus Zwangsversteigerungen erwerben und sie weiterverkaufen. Funktioniert das nicht und geht die erst seit März 2003 aktive Firma Pleite, sind die Zinsansprüche ebenso wenig abgesichert wie alle Anlagebeträge unter 25 000 Euro.

Beträge ab 25 000 Euro sind zwar durch eine Grundschuldeintragung über Treuhänder bis zu 78 Prozent des Verkehrswerts der von der ISS AG erworbenen Immobilien abgesichert. Wenn der Treuhänder aber im Insolvenzfall bei der Verwertung der Immobilien weniger als 78 Prozent erzielt, verliert der Anleger doch einen Teil seines Kapitals. Die Behauptung im Emissionsprospekt „Ihr Kapital ist selbst im Falle einer Insolvenz der ISS AG sicher“ ist somit nicht haltbar.

Auch die Kosten sind hoch. Anleger zahlen ein Agio (Aufschlag) in Höhe von 6 Prozent der Anlagesumme bei zehnjähriger Laufzeit und von 4,5 Prozent bei sechsjähriger Laufzeit. Außerdem zieht die ISS AG noch bis zu 8 Prozent Konzeptions-, Vertriebs- und Verwaltungskosten vom Anleihekapital ab.

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