Einzelne Anleger haben am 13. August 2002 vergeblich versucht, das in Bremerhaven vor Anker liegende argentinische Segelschulschiff Libertad pfänden zu lassen – nicht der Verein Interessengemeinschaft Argentinien e. V. (IG-Argentinien) selbst, wie Finanztest irrtümlich berichtete. Die Anleger hatten so versucht, einen Teil ihres in argentinischen Staats-anleihen angelegten Geldes zurückzubekommen.

Juristisch vertreten wurden die Anleger von Rechtsanwälten der Kanzlei Rotter. Kanzleichef Klaus Rotter war zu jenem Zeitpunkt noch Mitglied im Präsidium der IG-Argentinien. Seine Kanzlei hatte auf Kosten des Vereins ein Gutachten über die rechtlichen Aspekte von solchen Staatsschuldverschreibungen erstellt. Einzelne Mitglieder der IG-Argentinien, darunter der Gründer Dr. Stefan Engelsberger, lassen sich derzeit von der Kanzlei Rotter bei dem Versuch vertreten, mit einer Klage in New York fällige Zinsen für argentinische Staatsanleihen einzuklagen.

Rotter selbst allerdings ist aus dem Präsidium des Anlegervereins ausgestiegen.

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