Hypo­ver­eins­bank Plus Sparen Sparer müssen recht­zeitig kündigen

2
Hypo­ver­eins­bank Plus Sparen - Sparer müssen recht­zeitig kündigen

Die Hypo­ver­eins­bank wirbt Kunden für das Spar­konto HVB PlusSparen Top-Sparzins mit einer Zins­bindung von drei Jahren. Lässt der Sparer das Geld dort 36 Monate liegen, erhält er 2,25 Prozent Zinsen pro Jahr. Muss der Sparer aber vorher an sein Geld, gibt es nur sehr bescheidene Zinsen. test.de sagt, was das Spar­angebot taugt.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Test­kommentar

2,25 Prozent für Neukunden

Neukunden oder Hypo­ver­eins­bank-Kunden, die neues Geld mitbringen, können sich die 2,25 Prozent Zinsen jähr­lich beim HVB Plus Sparen für die Zins­bindungs­dauer von drei Jahren sichern. Sparer müssen mindestens 2 500 Euro einzahlen und können bis zu 500 000 Euro anlegen. Während der Zins­bindungs­dauer kann der Sparer keine weiteren Beträge einzahlen. Die Zinsen schreibt die Hypo­ver­eins­bank jeweils am 31. Dezember und am Ende der Zins­bindungs­zeit gut.

Tipp: Unter dem Zins­gesichts­punkt sind die Konditionen nicht Top. Wer in den nächsten 36 Monaten sein Geld garan­tiert nicht braucht, sollte ein rendite­stärkeres Angebot einer Direkt­bank wählen. Gute Angebote finden Sie im Test Festgeld und Sparbrief 1 bis 10 Jahre bei den dreijäh­rigen Fest­geldern ohne Kündigungs­möglich­keit.

Vorzeitige Kündigung möglich, dann nur Minimalzins

Der Vorteil dieses Spar­angebots: Wer vor Ablauf der drei Jahre Zins­bindungs­frist Geld braucht, kann beim HVB PlusSparen den Gesamt­spar­betrag vorzeitig kündigen. Es gilt eine dreimonatige Kündigungs­frist. Für das vorzeitige Kündigen streicht aber die Hypo­ver­eins­bank dem Kunden die 2,25 Prozent Zinsen wieder – und das rück­wirkend ab Vertrags­beginn. Für den vorzeitig abge­hobenen Gesamt­betrag schreibt das Institut nur noch den dann gültigen Zins für Spar­einlagen mit dreimonatiger Zins­ver­einbarung gut. Derzeit zahlt das Institut dafür 0,25 Prozent Zinsen im Jahr. Auch zuvor bereits gutgeschriebene Zinsen rechnet das Institut zurück und zieht sie vom Spar­guthaben wieder ab. Will der Sparer während der dreijäh­rige Zins­bindungs­dauer sofort Geld aus seinem Spar­guthaben auf die Hand haben, zahlt der Kunde der Bank Vorschuss­zinsen von 0,25 Prozent des Auszahl­betrages.

Tipp: Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie vor Ablauf der drei Jahre das Geld doch brauchen, dann splitten Sie Ihren Anla­gebetrag. Den Teil, den Sie nicht brauchen, legen Sie für drei Jahre fest als Festgeld, Sparbrief oder Spareinlage mit Festzinsvereinbarung an. Den anderen Teil geben Sie auf ein Tages­geld­konto. Dort können Sie jeder­zeit über das Geld verfügen. Fünf Finanz­institute in unserem Test bieten derzeit einen höheren effektiven Jahres­zins als die 2,25 Prozent von HVB PlusSparen, allerdings können sie diesen jeder­zeit ändern. Gute Angebote finden Sie im aktuellen Produktfinder Tagesgeld.

Spar­konto recht­zeitig kündigen

Läuft die Zins­bindungs­dauer aus, darf der Sparer den Kündigungs­termin nicht verpassen. Denn HVB PlusSparen hat keine Lauf­zeit, sondern eine Zins­bindungs­dauer. Das ist ein Unterschied. Das bedeutet: Vor Ablauf der drei Jahre müssen Kunden den Spar­vertrag kündigen. Die Kündigungs­frist beträgt drei Monate. Diesen Termin muss sich der Sparer in den Kalender schreiben. Tut er das nicht, bekommt er die derzeit kläglichen 0,25 Prozent Zinsen auf sein Guthaben ab Ende der Zins­bindungs­frist. Wer nach der Zins­bindungs­frist nicht kündigt und eine größere Summe ausgezahlt haben will, zahlt für den Teil des Auszahlungs­betrags, der 2 000 Euro im Kalendermonat über­steigt, Vorschuss­zinsen von 0,25 Prozent.

Tipp: Zins-Konditionen von Tages­geld bis zu Fest­geldern mit zehnjäh­riger Lauf­zeit finden Sie in den aktuellen Produktfindern. Sie erhalten regel­mäßig die besten Zinsen für Tages­geld, Fest­geld und die Fest­zins­angebote der Banken ohne vorzeitige Kündigungs­möglich­keiten mit einer Lauf­zeit von ein bis zehn Jahren monatlich aktualisiert in den Produktfindern Zinsen.

  • Produktfinder Tagesgeld Um kurz­fristig Geld zu parken, eignen sich Tages­geld­konten besonders gut. Der Produktfinder liefert Konditionen für 88 Tages­geld­konten.
  • Produktfinder Festgelder 1 bis 12 Monate Auch kurz­fristige Fest­gelder sind gut zum „Geld parken“. Vorteil: Die Zinsen sind für die gesamte Lauf­zeit fest. Der Produktfinder liefert die Konditionen von 125 kurz­fristigen Fest­geldern.
  • Produktfinder Festgelder und Sparbriefe 1 bis 10 Jahre Wer sein Geld für ein oder mehrere Jahre fest anlegt, sollte sich gute Zins­konditionen sichern. Die Angebote sind meist nicht vorzeitig künd­bar. Der Produktfinder nennt Konditionen für 137 Fest­zins­anlagen mit Lauf­zeiten zwischen 1 und 10 Jahren.
2

Mehr zum Thema

  • Fest­geld Welt­sparen koope­riert mit Hypo­ver­eins­bank

    - Das Zinsportal Welt­sparen, über das Sparer Geld­anlage-Angebote in- und ausländischer Banken abschließen können, koope­riert jetzt auch mit der Münchener...

  • Dubiose Zins­anlagen Fiese Abzocke mit angeblichen Topzinsen

    - Im Internet gibt es viele Angebote, die sichere Topzinsen versprechen. Doch Vorsicht: Einige sind riskant, andere sogar Betrug. Die Experten von Finanztest zeigen, wo bei...

  • Minuszinsen Keine Angst vor Negativzinsen

    - Minuszinsen ärgern Anleger. Doch genügend Banken bieten für Guthaben ein kleines Zins­plus. Zudem zeichnet sich eine Wende zugunsten der Verbraucher ab.

2 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

AnlegerDE am 09.09.2012 um 15:03 Uhr
Wichtig erscheint...

Wichtig erscheint mir vor allem der Gesichtspunkt, ob sich Anleger in der aktuellen Niederigzinsphase für 3 Jahr binden sollten. Steigen die Zinsen, hat man so ggf. das Nachsehen. Ich persönlich würde gegenwärtig Anlagen mit einer Laufzeit von ca. 1 Jahr bevorzugen.

fritzi.46 am 08.09.2012 um 00:31 Uhr
Spareinlagen der Hyp. Vereinsbank nicht der Hit !

Es sollte doch kein Risiko sein, wenn ich heute eine Geldanlage für 3 Jahre tätige und gleichzeitig -vorsorglich- die Spareinlage zum Fälligkeitstag kündige. Habe ich die Kündiguns-Bestätigung der Bank in der Hand, ist das oben erwähnte Risiko beseitigt.
Im ürigen ist erstaunlich, dass -fast- ausnahmslos die Direktbanken der Hit sein sollen. Wenn die Banken einerseits Baufinanzierungen für unter 3% anbieten und Bundesanleihen quasi 0,0 Zinsen bringen: Wie soll eine Bank ein positives Ergebnis erwirtschaften, wenn sie für Geldanlagen mehr als 3% bietet.? Ist es nur dann möglich, wenn meine Bank mein Geld in Griechienland oder Spanien anlegt und die Sicherungseinrichtung der Deutschen Banken das Risiko übernimmt?
Fritz Zirker