Die ostdeutschen Verbraucherzentralen werfen Banken und Sparkassen vor, sich jahrelang auf Kosten ihrer Baukreditkunden bereichert zu haben. Viele Institute hätten es unterlassen, die Zinssätze für variable Darlehen entsprechend der Entwicklung auf dem Kapitalmarkt zu senken. Allein für bislang 340 überprüfte Darlehen haben Kreditinstitute nach Berechnungen der Verbraucherzentralen 1,1 Millionen Mark Zinsen zu viel kassiert.

Die kritisierten Verträge sind DDR-Baukredite, die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken in den neuen Ländern übernommen haben. Im Juli 1991 wurde der Zinssatz der Darlehen an das damals hohe Marktzinsniveau angepasst. Seit 1991 sind die Kapitalmarktzinsen aber stark gesunken. Doch offenbar haben viele Institute ihre Pflicht versäumt, die Zinsen anzupassen.

Tipp: Für 100 Mark prüft die Verbraucherzentrale, ob die Bank den Zinssatz in der Vergangenheit korrekt angepasst hat und ob Rückerstattungsanspruch besteht.

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