Tipps

Gesund wohnen. Die optimale Luftfeuchtigkeit im Haus ist fürs Wohlfühlen enorm wichtig. Trockene Luft (weniger als 35 bis 40 Prozent relative Luftfeuchtigkeit) wird als unangenehm empfunden. Zu viel Feuchtigkeit (mehr als 60 Prozent) erhöht die Schimmelpilzgefahr.

Hygrometer für alle. Ein Luftfeuchtigkeitsmessgerät sollte in keinem Haushalt fehlen. Besonders wichtig ist es, wenn viele Personen in einer kleinen Wohnung leben, die zudem noch schlecht wärme­gedämmt ist. Ein erhöhtes Schimmelrisiko gibts oft auch in Erdgeschoss- oder gar Kellerwohnungen.

Vorsicht Fehlalarm. Egal ob Sie ein neues mechanisches Hygrometer kaufen oder schon eines besitzen: Misstrauen Sie den angezeigten Werten. Beim Trans­port und im Laufe der Zeit verstellt sich oft der Zeiger. Und auch die Messgenauigkeit der elektronischen Geräte kann mit den Jahren nachlassen.

Kontrollieren und nachjustieren. Abgleichen können Sie die Anzeige Ihres Geräts zum Beispiel mit den Infos der Wetterdienste (zum Beispiel im Internet) – allerdings nur bei stabiler Wetterlage und lange geöffnetem Fenster. Ein anderer Weg, den auch einige Anleitungen für mechanische Geräte empfehlen: Wickeln Sie das Hygrometer für eine Stunde in ein feuchtes Tuch. Es sollte dann etwa 95 Prozent Feuchte anzeigen. Falls nicht: Den Wert mit der Einstellschraube korrigieren, die sich meist hinten am Gehäuse befindet. Wiederholen Sie die Kontrolle alle vier bis sechs Monate.

Auswahl. Verzichten Sie beim Kauf auf unnötigen Schnickschnack. Holzgehäuse sind ungünstig, weil sie Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Besser: Kunststoff oder Metall.

Einsatzort. Sie können das Hygrometer an zentraler Stelle in der Wohnung aufhängen, wo es ins Auge fällt. Pfiffiger kann es aber sein, gezielt in gefährdeten Räumen wie dem Schlafzimmer (oft kühl und schlecht belüftet) zu messen.

Meiden. Direkt am Fenster, hinter einem Vorhang, im Sonnenlicht oder über der Heizung sollten Sie das Hygrometer nicht aufhängen.

Detektiv spielen. Spüren Sie mit dem Hygrometer (und einem Thermometer) Stellen in der Wohnung auf, die besonders feucht und schimmelgefährdet sind: zum Beispiel an kalten Außenwänden, in Zimmerecken, in unbeheizten Abseiten oder in Installationsschächten. So sollten Sie das Gerät zum Beispiel auch hinter einen Schrank schieben, der vor einer kalten Wand steht.

Stoßlüften: Richtiges Heizen und Lüften hilft am besten gegen zu feuchte Luft: Also mindestens viermal täglich die Fenster weit öffnen und am besten per Durchzug quer durch die Wohnung für Luftaustausch sorgen. Meist reichen dafür schon fünf Minuten. Je kälter die hereinströmende Luft, desto besser: Kaltluft ist immer relativ trocken und kann beim Erwärmen viel Wasser aufnehmen.

Aktiv werden. Wenn Ihre Kontrollmessungen zeigen, wo es in der Wohnung trotz Lüftung zu feucht ist, sollten Sie die Ursachen bekämpfen (lassen): Feuchte Keller, Rohrleckagen, undichte Dächer oder schlechte Dämmung (Wärmebrücken) erfordern zügiges Handeln.

Vermieter informieren. Mieter sollten den Hausbesitzer auffordern, die Mängel zu beseitigen. Eigene Messprotokolle (mit Datum, Uhrzeit, Feuchte, Temperatur, Lüftungsintervallen) dürften es dem Vermieter schwer machen, Sie mit der Floskel „Mehr lüften“ abzuwimmeln.

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