Was ist Husten?

Husten ist ein Krankheitszeichen, hat aber auch eine Schutzfunktion: Der Husten, quasi als „Wachhund der Lunge“, versetzt den Organismus in die Lage, Fremdkörper, Verunreinigungen der Luft oder an der Bronchialwand haftenden Schleim aus den Atemwegen zu entfernen.

Über Rezeptoren aufgenommene Reize stimulieren ein im Stammhirn sitzendes Hustenzentrum und lösen den Husten aus: Die Atemmuskulatur erhöht im Brustkorb den Druck, die Luft wird unter stoßweisem Öffnen und Schließen der Stimmritze des Kehlkopfes explosionsartig ausgetrieben. Der Atemstrom erreicht Orkanstärke: Der Luftstrom reißt mit, was nicht in die Atemwege gehört.

Husten durch Arznei

Störender trockener Reizhusten kann als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auftreten. In erster Linie sind hier ACE-Hemmer zu nennen, die bei Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche eingesetzt werden. Im Handel befinden sich zum Beispiel diese Wirkstoffe und Präparate: Benazepril (Cibacen), Captopril (Lopirin u.a.), Cilazapril (Dynorm), Enalapril (Pres u. a.), Fosinopril (Dynacil, Fosinorm), Lisinopril (Acerbon, Coric), Perindopril (Coversum), Quinapril (Accupro), Ramipril (Delix, Vesdil), Trandolapril (Gopten, Udrik). Die Substanzen stecken auch in Kombinationspräparaten, zum Beispiel mit entwässernden Mitteln (Diuretika).

Eventuell hilft als Gegenmittel, lokal betäubende Mittel zu inhalieren oder vorbeugend mehrmals täglich ein Aerosol mit Cromoglizinsäure einzuatmen. Achtung: Das Präparat nie ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen. Er entscheidet, was zu tun ist.

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