Hundstage Meldung

Damit das Haustier einen heißen Sommer gut übersteht, sollte Mensch einiges beachten.

Unterwegs. Sommerzeit ist Reisezeit, auch für den Hund. Lange Fahrten ohne Klimaanlage sind allerdings eine Qual. Auf keinen Fall Tiere bei Hitze im Auto zurücklassen – der Hitzestress kann lebensbedrohlich sein. Für den Reisebegleiter sind die Ein- und Ausreisebedingungen des Urlaubslandes zu erkunden. Seit 2004 generell vorgeschrieben ist der EU-Heimtierpass, ebenso die Tollwutimpfung. Andere Tiere wie Katze und Vogel sind ausgemachte Reisemuffel. Darum kümmern sich besser Nachbarn und Freunde. Oder professionelle Tiersitter – entweder daheim oder in einer Pension. Übrigens: Wer ein Tier vom Urlaubsort mit heimnimmt, muss die hiesigen Einreisebestimmungen beachten.

Daheim. Für Hund oder Katze sollte immer ein kühler Platz erreichbar sein. Vorsicht: Gekippte Fenster können zur tödlichen Klemmfalle werden. Käfige, Terrarien und Aquarien weder in der prallen Sonne noch im Durchzug stehen lassen. Kühles, nicht eiskaltes Trinkwasser mehrmals täglich in saubere Gefäße füllen. Weniger, dafür häufiger füttern. Reste nicht stehen lassen: Sie sind eine Brutstätte für Schädlinge, pflanzliche Nahrung beginnt zu gären. Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten legen – am besten unters Blätterdach. Schweißtreibendes Agilitytraining oder Radfahren sind nicht angesagt.

Parasiten. Meerschwein und Kaninchen droht ernste Gefahr durch Schmeißfliegen, wenn diese ihre Eier im Genitalbereich oder an verletzter Haut ablegen. Routinekontrollen sowie sorgfältige Pflege von Stall und Auslauf schützen davor. Stechende Insekten wie Wespen kann man mit Gaze an Fenster und Tür fernhalten: Das verhindert riskante Stiche in den Rachen von Hund oder Katze, die nach ihnen schnappen. Zecken mit Zeckenzange oder Pinzette vorsichtig entfernen.

Information. Auskünfte rund ums Tier im Sommer erteilt der Deutsche Tierschutzbund telefonisch (02 28/6 04 96 27) und unter www.tierschutzbund.de. Dort kann auch der Ratgeber „Tier und Urlaub“ bestellt werden (1,44 Euro frankierter Rückumschlag). Auch der Bundesverband Tierschutz informiert: 0 28 41/2 52-44 oder -46 und www.bv-tierschutz.de.

Dieser Artikel ist hilfreich. 175 Nutzer finden das hilfreich.