Hundetro­ckenfutter im Test Meldung

Österrei­chische Tester haben 25 Trockenfutter geprüft. Erst­klassiges Futter gibt es ab etwa 20 Cent für die Tages­portion. Die teuerste Ration kostet rund 2,35 Euro. Einige Futtermischungen sind für Welpen nicht ausgewogen genug.

Der Test

Der österrei­chische Verein für Konsumenten­information testet Hundefutter ähnlich wie die Stiftung Warentest (test 11/2010). Ob Bello seinen Napf gern leerfrisst, steht dabei nicht zur Debatte. „Das erledigen die Hersteller, bei denen Akzeptanztests obliga­torisch sind“, schreibt die Zeit­schrift Konsument (www.konsument.at) in ihrer August­ausgabe. Die Wiener Kollegen beur­teilten die ernährungs­physiologischen Eigenschaften sowie die Fütterungs­empfehlungen der Anbieter. Sie haben das Trockenfutter chemisch analysiert und den Bedarf für einen 15 Kilo schweren, wenig aktiven Hund berechnet.

Die Ergeb­nisse

Die meisten Trockenfutter versorgen den Hund mit allem, was er für eine gesunde Entwick­lung braucht. 20 von 25 Produkten erreichten ein sehr gutes Test­urteil. Eine Tages­portion erst­klassiges Trockenfutter kommt schon ab etwa 20 Cent in den Napf, und zwar mit Romeo High Premium (in Deutsch­land bei Aldi Süd erhältlich) und Rufus von Aldi (Nord). Sehr gut und günstig sind auch die Orlando Kroketten mit Rind & Gemüse von Lidl für 19 Cent pro Tages­ration. Sie sollen allerdings inzwischen verändert worden sein. Als bestes Markenfutter empfiehlt sich Royal Canin Adult Medium (unter anderem bei Fress­napf) für rund 1,10 Euro pro Tag. Die teuerste Ration (zirka 2,35 Euro) kommt von Orijen, eine „biologisch angemessene Nahrung“ aus den HTZ Heimtierzentrum-Filialen. Auch sie ist verändert.

Die Ausreißer

„Nicht zufrieden­stellend“ urteilt Konsument bei der Voll­nahrung von Rupp. Sie steht in österrei­chischen Interspar-Läden. Das Futter bietet Welpen zu wenig Eiweiß, der Zink­gehalt und das Verhältnis Kalzium zu Phosphor stimmen nicht. Letzteres trifft auch zu auf Chappi mit Rind und Clever von Merkur (Rewe-Gruppe), beide durch­schnitt­lich.

Tipp: Durch­fall, Erbrechen und juckendes Fell können Anzeichen einer Futterun­verträglich­keit sein. Das lässt sich durch eine Ausschluss­diät fest­stellen und ist Sache des Tier­arztes.

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