Hundeleinen im Test Diese Roll­leinen für Hunde über­zeugen

Hundeleinen im Test - Diese Roll­leinen für Hunde über­zeugen
An der Leine. Mit einer Roll­leine sind Hunde gut im Griff. © Getty Images / Rohappy

Unser Part­nermagazin Konsument hat Hunde-Roll­leinen geprüft. Eine ist sehr gut, keine schlechter als befriedigend. Die meisten gibt es auch in Deutsch­land.

Bewegungs­freiheit für Vier­beiner, Kontrolle für Halter

Roll­leinen ermöglichen es Frauchen und Herr­chen, ihren Vier­beinern besonders bei längeren Spaziergängen mehr Bewegungs­freiheit zu geben, die lieben Tiere aber sofort zu stoppen, wenn sie auf die Straße laufen oder Radfahrende anspringen wollen.

Unser österrei­chisches Part­nermagazin Konsument hatte jetzt neun der beliebten Hunde-Rollleinen im Test. Das erfreuliche Ergebnis: Eine ist sehr gut, sechs sind gut, die beiden übrigen immerhin befriedigend. Der Testsieger Flexi New Neon M 5 m ist für 24 Euro in Deutsch­land erhältlich.

Testsieger Flexi New Neon stoppt Hunde schnell

Die Flexi-Leine glänzte im wichtigsten Prüf­punkt, der Stopp­tasten­funk­tion. Nach Tasten­druck verlängerte sich die New Neon um nur noch sechs Zenti­meter. Zum Vergleich: Die in diesem Prüf­punkt schlechteste Leine, die Flexi Style M 5 m, gab um 21 Zenti­meter nach. Zudem wurde geprüft, ob sich die Arretierung löst, wenn Hunde zehn Minuten lang mit voller Kraft daran zerren. Auch hier hielt die New Neon-Leine stand.

Mit rundum guten Noten in den Prüfkriterien Stopp­mecha­nismus, Konstruktion und Halt­barkeit sowie im Praxis­test über­zeugte neben Testsieger Flexi New Neon auch die Kong Reflect-Roll­leine für knapp 20 Euro.

Was die Hundeleinen im Test aushalten mussten

Im Labor ließen sich die Teste­rinnen und Tester vom Konsument einiges einfallen, um Belastungen zu simulieren, denen Hundeleinen beim ganz normalen Gassigehen Stand halten müssen: Schleifen über Stock und Stein, ab und an sogar eine Beiß­attacke.

Hundebiss.
Um Hundebisse zu simulieren, ließen die Prüf­personen ein 15 Kilogramm schweres, scharfkantiges Gewicht aus einer Höhe von zehn Zenti­metern auf die leicht gespannten Hundeleinen fallen.
Korrosion.
Um eine korrodierende Wirkung nach­zubilden, legten die Tester die Leinen für 48 Stunden in Salz­wasser.
Bewegungs­drang.
Um heraus­zufinden, wie die Leinen dem Bewegungs­drang von Hunden standhalten, ließen die Prüfer die Leinen im Labor 1 000 Mal ruck­artig aus- und wieder einrollen.
Fall­test.
Im Fall­test mussten die Leinen zeigen, ob sie 100 Stürze aus 80 Zenti­metern Höhe auf harten Boden über­stehen.
Hand­habung.
Beim Gassigehen in freier Natur schließ­lich bewerteten drei Test­personen, wie Frauchen und Herr­chen die Hand­habbarkeit der Leinen gefallen.

Nicht für jeden Hund geeignet

Wer eine Roll­leine nutzen möchte, sollte seinen Hund zuvor daran gewöhnen. Für Hunde, die noch nicht gelernt haben, an Leinen zu laufen, sind Roll­leinen unge­eignet. Hunde müssen zunächst vor allem an der kurzen Leine lernen, Frauchen oder Herr­chen zu folgen.

Tipp: In Bussen und Bahnen gilt meist Leinenpflicht. Weitere wichtige Hinweise zu Steuern, Recht und Formalitäten finden Sie in unserem Ratgeber zur Hundehaltung. Und wer eine Versicherung für seinen Hund sucht, wir in unserem Hundehaftpflicht-Vergleich fündig.

Mit Sicher­heits­schlaufe nutzen

Außerdem raten die Teste­rinnen und Tester, wenn mit den Leinen eine Sicher­heits­schlaufe geliefert wird, diese zu nutzen. Sie wird etwa als zusätzliche Sicherung um den Hals des Hundes gelegt. Die Schlaufe verhindert, dass die vom Hund getrennte Leine zurück­schnellt, wenn Hals­band oder Geschirr reißen. Ansonsten könnten Abschürfungen oder Verbrennungen besonders an Armen und Händen und im Extremfall sogar abge­trennte Finger die Folge sein.

Tipp: Soll der Hund nach dem Gassigehen im Auto mitfahren, ist eine Trans­portbox erforderlich. In unserem Test von Transportboxen finden Sie mehrere sehr gute und gute Modelle.

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