Was Hundehalter umtreibt: Allergien heute häufiger als früher

Braucht mein Hund glutenfreies Futter? Was tun, wenn er eine Allergie hat? Welche Gefahr geht von Mineral­ölen aus? Wir geben Antwort. Mehr Fragen und Antworten finden Sie im FAQ Hundefutter.

Ihre Fragen, unsere Antworten

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Wie viel Fleisch enthält Trockenfutter?

Laut Zutaten­liste enthalten alle 23 Trockenfutter im Test Fleisch und tierische Neben­erzeug­nisse. Meist sind sie nach Getreide die zweithäufigste Zutat. Per DNA-Analyse haben wir verarbeitete Tier­arten ermittelt: von Ente über Rind bis Ziege (siehe Testergebnisse Hundetrockenfutter). Die genaue Fleisch­menge lässt sich im Labor nicht bestimmen, da die Zutaten getrocknet und vermahlen sind. In Zutaten­listen heißt es eher „Geflügel­fleisch­mehl“ als Hähn­chen­brust. Neben­erzeug­nisse wie Leber und Lunge sind für Hunde hoch­wertige Zutaten und Nähr­stoff­lieferanten.

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Woran erkenne ich eine Allergie bei meinem Hund? Was kann ich tun?

Das ist schwierig. Symptome wie Durch­fall, Juck­reiz oder entzündete Ohren können auch andere Ursachen haben. Eine Diagnose kann nur der Tier­arzt stellen. Er muss zuerst andere Krankheiten ausschließen und sich dann über eine Diät heran­tasten, die einzelne Zutaten weglässt. Zur Diagnose machen Tier­ärzte auch Bluttests, doch ein positives Ergebnis bringt keine hundert­prozentige Klarheit. Das erklärt unter anderem, weshalb Allergien heute häufiger diagnostiziert werden als früher und weshalb manche Diagnose sich als falsch erweist. Häufige Allergie­auslöser sind Rind, Fisch, Milch­produkte, Weizen und Soja. Steht der Auslöser eindeutig fest, können Sie auf ein Futter ohne diesen ausweichen.

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Welche Hunde brauchen ein glutenfreies Futter?

Nur Hunde, die Gluten nicht vertragen. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in Getreidearten wie Weizen, Roggen und Gerste vorkommt. Es gibt auch glutenfreies Getreide, etwa Reis oder Hirse. Wie viele Hunde kein Gluten vertragen, ist unbe­kannt. Groß­flächig ist das Problem bei einer Rasse aufgetreten: dem Irish Setter. Es wurde vor langer Zeit durch Züchtung „behoben“. Für glutenfreies Tierfutter gibt es keine Vorschrift, wie viel Gluten es maximal enthalten darf.

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Kann Getreide der Gesundheit von Hunden schaden?

Nein. Viele glauben, Hunde können Stärke nicht gut verdauen. Eine Studie hat das widerlegt (Hundefutter, unter „Hund verdaut Stärke anders als Wolf“). Getreide muss aber gut kontrolliert werden, da es etwa mit Schwer­metallen wie Kadmium oder Schimmelpilzgiften wie Aflatoxinen belastet sein kann. Bei Trockenfutter ist das Risiko höher als bei Feucht­futter, da es mehr Getreide enthält. Aflatoxine sind hoch­giftig. Im Test waren sie kein Problem.

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Wie gefähr­lich sind Mineralöle in Hundefutter?

Die im Test gemessenen Mengen waren sehr gering und sind nach jetzigem Wissens­stand nicht bedenk­lich. Sie stammen vermutlich aus der Verpackung oder der Produktion. Für den Menschen ist noch nicht geklärt, ob und ab welchen Mengen Mineralöle die Gesundheit beein­trächtigen, bei Tieren erst recht nicht. Daher gibt es bisher auch keine Grenz­werte für Lebens­mittel oder Tierfutter. Die Forscher unterscheiden gesättigte und aromatische Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe. Die ersten können sich zum Teil in Geweben anreichern, die zweiten eventuell Krebs hervorrufen.

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Welche Anforderungen muss ein Bio-Hundefutter erfüllen?

Heimtierfutter kann nach der EU-Ökover­ordnung zertifiziert werden und sich „Bio“ nennen. Mindestens 95 Prozent der Zutaten müssen dann nach den Kriterien des Ökoland­baus erzeugt worden sein. Außerdem müssen Ökokontroll­stellen die Hersteller über­prüfen. Anders als bei Lebens­mitteln darf das EU-Biosiegel auf Hundefutter nicht aufgedruckt werden.

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Was sollte ich beim Lagern beachten?

Falls Sie große 15-Kilo-Säcke kaufen, entnehmen Sie am besten eine Ration für drei Tage und füllen sie in einen gut schließenden Behälter um. Wird der Sack häufig geöffnet, kann das Futter durch Luft­zufuhr Schaden nehmen. Brauchen Sie den Sack inner­halb von sechs Wochen auf.

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