Hundefutter Test

Ob als Brocken, Pellets oder Kroketten: Die meisten Hunde­besitzer schwören auf Trockenfutter. Ist das die richtige Wahl? Muss das Futter Getreide enthalten? Nicht jedes von uns untersuchte Hundefutter liefert einen ausgefeilten Nähr­stoff­mix, um Hunde ideal zu versorgen. Von 23 Produkten im Test schneiden zwar sieben sehr gut ab, zwei sind aber nur mangelhaft. Sehr gutes Hundetro­ckenfutter gibt es schon ab 18 Cent pro Tages­ration. Die kostet beim teuersten Produkt das Zehnfache.*

Kompletten Artikel freischalten

TestHundefutter22.06.2016
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 8 Seiten).

Getreidefreie Futter von gut bis mangelhaft

Hundefutter Test

Vertragen Hunde Getreide? Ja, sie können Stärke besser verdauen, als viele Hunde­besitzer glauben. Im Test punkten Futter mit Getreide.

Mit oder ohne Getreide – für Hunde­besitzer ist das bei der Wahl des Futters oft eine entscheidende Frage. Viele glauben, dass ihr Tier die Stärke im Getreide nicht gut verdauen kann. Wissenschaftler haben diese These zwar inzwischen widerlegt, doch die Über­zeugung hält sich. Im Test standen 18 Trockenfutter mit klassischen Getreide­zutaten wie Weizen und 5 Futter, die als getreidefrei deklariert sind. Unser Test zeigt: Es ist durch­aus möglich, ohne Getreide ein gutes Futter herzu­stellen, das Hunde ausgewogen versorgt. Zwei getreidefreie Futter sind gut – und im Vergleich etwas teurer als die Futter mit Getreide. Aber auch die Test­verlierer sind unter den Getreidefreien zu finden: Zwei sind mangelhaft. Außerdem wiesen die Tester – was viele Hunde­besitzer über­raschen dürfte – auch in den getreidefreien Futtern Stärke und Gluten nach.

Probleme mit Acrylamid und Jod

Eines der mangelhaften Trockenfutter rasselt durch nahezu alle Prüf­punkte. Bei ihm stimmt fast nichts: Viele Nähr­stoffe kommen zu kurz, als Folge können Hunde Mangel­erscheinungen entwickeln. Die Futterbrocken enthalten zudem erstaunlich viel Acrylamid, das bei Erhitzungs­prozessen entsteht. Es ist nicht auszuschließen, dass Acrylamid auch bei Hunden Krebs erregen und das Nerven­system schädigen kann. Das zweite mangelhafte Futter enthält ungewöhnlich große Mengen Jod. Zu viel davon kann bei Hunden zu einer Schild­drüsenfehl­funk­tion führen.

200 Gramm Tages­portion sollen reichen

Insgesamt liefern 20 von 23 geprüften Trocken­futtern einen guten oder sogar sehr guten Nähr­stoff­mix: darunter die Futter von Handels­ketten, Discountern und Marken­herstel­lern. Die Qualität von Trockenfutter über­zeugte im Test mehr als die von Feucht­futter in unserem letzten Test (Jedem zweiten Feuchtfutter fehlen wichtige Nährstoffe). Von Vitamin A bis Zink – jedes Trockenfutter haben die Prüfer aufwendig untersucht und anschließend bewertet, ob die empfohlene Futtermenge den Tages­bedarf abdeckt. Basis der Berechnungen war ein Modell­hund, der in etwa dem deutschen Durch­schnitts­hund entspricht. Er wiegt 15 Kilogramm, ist nur mäßig aktiv und braucht am Tag rund 720 Kilokalorien. Bezogen auf die geprüften Produkte sind das nur etwa 200 Gramm Futter. Die Menge soll dem Hund alle Kalorien und Nähr­stoffe liefern, die er zum Leben braucht. Sie soll ihn fit, gesund und gepflegt halten: etwa mit Kalzium fürs Skelett, Aminosäuren für Herz und Muskeln, Linolsäure fürs Fell.

Sehr gute Futter ab 18 Cent pro Tag

Sieben Trockenfutter schneiden in der Gesamt­note sehr gut ab und sind schon ab 18 Cent pro Tages­ration zu haben. Sie sind nicht nur in puncto Nähr­stoff­zusammenset­zung top, auch die Futter­empfehlungen stimmen, und die Verpackung liefert meist hilf­reiche Informationen. Sie sind prima Allein­futter, können also Hunde ausgewogen ernähren, wenn sie die einzige Futterquelle sind. Übrigens: Alle sieben Siegerfutter enthalten Getreide. Es liefert dem Hund wert­volle Kohlenhydrate und Ballast­stoffe. Außerdem lassen sich mithilfe der Stärke Brocken und Kroketten leichter herstellen. Wenn Sie den Test frei­schalten, erfahren Sie auch, welche Vorteile Trockenfutter hat und was Hundehalter beim Lagern großer Futtersäcke beachten sollten.

*Korrigierte Fassung

[09.06.2016] In der ursprüng­lich am 26.05.2016 veröffent­lichten Fassung des Artikels hatten wir den Bedarf für die Aminosäure Valin falsch berechnet. Der Fehler wirkte sich bei neun Produkten auf die Bewertung aus: meist auf das Urteil der ernährungs­physiologischen Qualität, teils auf die Deklarations­note. Durch die Korrektur verbesserte sich das Qualitäts­urteil der Produkte um bis zu eine Note.

Buch: Unser Hund – fit und gesund

Hundefutter Test

Expertenwissen rund um Hundefutter, artgerechte Auslastung, Hunde­sport, Pflege, Urlaub mit Hund, Versicherungen: Das Buch „Unser Hund – fit und gesund“ der Stiftung Warentest ist eine ideale Einstiegs­hilfe für die Hundehaltung und ein Ratgeber für alle Hundefreunde. Es kostet 19,90 Euro (e-Book: 15,99 Euro). Weitere Infos und Bestell­möglich­keit:
Buch „Unser Hund – fit und gesund“.

Jetzt freischalten

TestHundefutter22.06.2016
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 8 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 11 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 267 Nutzer finden das hilfreich.