So haben wir getestet

Im Test: 30 Feucht­futter für Hunde, darunter 4 Bioprodukte und 2 vegetarische Produkte. Alle werden als Allein­futter angeboten. Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum.

Einkauf der Prüf­muster: Juni bis Juli 2014.

Preise: Anbieterbefragung im Januar 2015.

Abwertungen

War das Urteil für die ernährungs­physiologische Qualität mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Bei mangelhaften Fütterungs­empfehlungen wurde das test-Qualitäts­urteil um maximal eine Note abge­wertet, bei mangelhafter Deklaration um maximal eine halbe Note. War das Schad­stoff­urteil mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein.

Ernährungs­physiologische Qualität: 60 %

Alle Proben wurden anonymisiert bewertet. Alle Produkte wurden als Allein­futter bewertet, mussten also als alleinige Nähr­stoff­quelle den Hund mit allem Notwendigen versorgen. Die Futter­aufnahme berechneten wir für einen Modell­hund: 15 Kilogramm schwer, mäßig aktiv, Kalorienbedarf von 95 Kilokalorien (kcal) umsetz­barer Energie pro kg metabo­lischer Körpermasse. Wir gingen von einer Energie­aufnahme von 724 kcal aus und verglichen die Nähr­stoff­versorgung (Eiweiß, Aminosäuren, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Spuren­elemente, Vitamine, ungesättigte Fett­säuren) mit dem Bedarf des Modell­hunds. Die Bedarfs­zahlen entnahmen wir der Norm des amerikanischen National Research Council (NRC 2006) und der FEDIAF (2013).

Wir bewerteten auch die In-vitro-Verdaulich­keit des Eiweißes. Für die Bewertung der Cystein- und Methionin­versorgung berück­sichtigten wir Studien von Backus (The Journal of Nutrition 136.10 (2006) 2525–2533) und Delaney et.al. (Journal of animal physiology and animal nutrition 87 (5–6) (2003), 236–244). Für die Vitamin-A-Bewertung orientierten wir uns am Safe Upper Limit der FEDIAF. Außerdem prüften wir in Anlehnung an die EG-Verordnung Nr. 152/2009: Trockenmasse/Feuchtig­keit, Rohfett, Rohasche, Rohprotein, Rohfaser, Gesamt­zucker, Chlorid, Vitamin A, Vitamin E, L-Tryptophan. In Anlehnung an DIN EN 14084:2003/VDLUFA VII 2.2.3.1:2011: Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink, Kupfer, Eisen, Selen; nach DIN EN 14122:2003: Vitamin B1; nach DIN EN 12821:2009 modifiziert: Vitamine D3 und D2; nach DIN EN 12823:2000: Betakarotin; nach SLMB: Niacin; nach VDLUFA: Verdaulich­keit von Rohprotein, Aminosäuren; nach DGF-Methode: Fett­säurespektrum. Zucker/Stärke bestimmten wir enzymatisch, Gliadin mittels ELISA. Stick­stoff­freie Extrakte und Brenn­werte berechneten wir.

Fütterungs­hinweise: 20 %

Wir über­prüften, ob die angegebenen Futtermengen den Energiebedarf für unseren mäßig aktiven Modell­hund und für akti­vere Hunde decken. Wir prüften auch, ob es Hinweise auf zimmerwarme Fütterung, Bereit­stellung von Wasser sowie individuelle Unterschiede, etwa nach Rasse, Aktivität oder Alter gab. Alle Proben wurden anonymisiert bewertet.

Schad­stoffe: 10 %

Blei, Kadmium, Queck­silber und Arsen in Anlehnung an DIN EN 14084:2003/ VDLUFA VII 2.2.3.1:2011. Queck­silber war in allen Proben unauffäl­lig.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Drei Experten über­prüften die lebens­mittel­recht­lichen und futtermittel­recht­lichen Kenn­zeichnungs­vorschriften inklusive der Leserlich­keit. Auch wurden die Werbeaussagen beur­teilt. Alle Proben wurden mittels PCR auf folgende Tier­arten über­prüft: Rind, Schwein, Huhn, Pute, Schaf, Ziege, Pferd/Esel, Kanin­chen, Känguru und Strauß. Waren weitere Tier­arten ausgelobt, wurden auch diese über­prüft.

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