Hund im Büro Meldung

Auch ein kleiner Kläffer kann Kollegen einen Schreck einjagen.

Auch wenn alle Kollegen ihre Hunde mitbringen, darf der Chef einzelne Tiere rauswerfen. Selbst eine bereits gegebene Erlaubnis darf er zurück­nehmen, wenn es sachliche Gründe gibt – zum Beispiel wenn Mitarbeiter sich bedroht fühlen. Deshalb muss eine Frau ihren „Kaya“, den sie drei Jahre lang mitbringen durfte, nun zuhause lassen. Er hatte Kollegen so bedrohlich angeknurrt und die Zähne gefletscht, dass sich niemand mehr in ihr Büro traute. Außerdem fühlten Mitarbeiter sich geruchlich belästigt. Ob tatsäch­lich Gefahr von dem Husky-Misch­ling ausging, sei unerheblich, urteilte das Landes­arbeits­gericht Düssel­dorf (Az. 9 Sa 1207/13). Es reiche, dass sich mehrere Kollegen subjektiv bedroht fühlten. Das stelle eine Störung der Arbeits­abläufe in der Werbeagentur dar.

Auf den Kompromiss, dem Hund im Büro stets eine Leine und einen Maulkorb anzu­legen, musste der Arbeit­geber sich nicht einlassen.

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