Hover­board Meldung

Elektrische Hover­boards sind angesagt. Benutzen darf man sie aber nicht auf öffent­lichen Wegen.

Hier beant­worten wir eine Leserfrage, die sicherlich viele Eltern beschäftigt: „Meine Tochter, elf Jahre, will mit dem Hover­board zur Schule fahren. Greift unsere Haft­pflicht­police, wenn sie einen Unfall baut?“

Auf öffent­lichen Wegen sind die Boards verboten

Die Haft­pflicht­versicherung greift im Falle eines Unfalls nicht. Die Tochter darf über­haupt nicht mit dem Board auf die Straße, auch nicht auf Rad- oder Gehwege. Die kleinen elektrischen Roll­bretter sind dort verboten. Zwar gibt es für Segways, die tech­nisch ähnlich sind, eine Ausnahme. Die gilt aber nicht für Hover­boards. Weil sie schneller als sechs Stundenkilo­meter sind, gelten sie als Kraft­fahr­zeuge. Sie brauchen eine Zulassung. Dafür sind Bremsen, Licht, Rück­spiegel und Klingel nötig. Das alles haben sie nicht. Sie müssten auch ein Kenn­zeichen und eine spezielle Haft­pflicht­versicherung haben. Die wird aber nirgends angeboten.

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Es droht ein Bußgeld – auch für Kinder

Wenn etwas passiert, haftet ihre Tochter, auch wenn sie minderjäh­rig ist und der Schaden Zigtausend Euro kostet. Außerdem wird sie wegen Fahrens ohne Führer­schein belangt. Wer trotz Verbots auf öffent­lichen Wegen fährt, riskiert ein Bußgeld. Das Amts­gericht Düssel­dorf verurteilte zum Beispiel einen 40-jährigen Mann zu 450 Euro (Az. 412 Cs 206/16).

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