Hotelüberbuchung Meldung

Bietet ein Reiseveranstalter wegen Überbuchung ein Ersatzhotel an, muss der Kunde das nicht akzeptieren.

Ihm steht sogar ein Entschädigungsanspruch zu, entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Erscheint das Ersatzan­ge­bot „gemessen an den subjektiven Urlaubswünschen des Kunden“ nicht gleichwertig, kann er von der Reise zurücktreten und Schadenersatz wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit verlangen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde zu Hause geblieben ist oder eine anderweitige Ersatzreise angetreten hat. Hinsichtlich der Höhe der Entschädigung sei der Reisepreis maßgeblich. Im vorliegenden Fall hatten zwei Reisende das Ersatzhotel auf einer anderen Malediven-Insel abgelehnt, da dort die Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen nicht gleichwertig gewesen seien. Die Bundesrichter hielten die von der Vorinstanz festgelegte Entschädigung in Höhe des halben Reisepreises für angemessen (BGH, Az. X ZR 118/03).

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