Zum dritten Mal in diesem Jahr hat es einen tödlichen Unfall in einem Ferienhotel-Pool gegeben. Auf der kanarischen Insel Fuerteventura wurde ein Achtjähriger wahrscheinlich von einem defekten Pumpenrohr angesaugt und minutenlang unter Wasser gehalten. Der Deutsche Reise Verband (DRV) hat inzwischen eine Expertengruppe Poolsicherheit ins Leben gerufen, die zusätzliche Sicherheitsstandards für den Betrieb von Swimmingpools erarbeiten soll. Die Hotels müssen die Standards als Vertragsbestandteil einhalten. Ziel ist es, die bereits bestehenden Sicherheitsstandards für Hotel-Pools zu erweitern und auf deren Einhaltung durch die Hoteliers zu bestehen, um Unfälle zu verhindern. Ferner sollen neben den Hoteliers und örtlichen Behörden auch die Kunden aufgeklärt und vorbeugend für mögliche Gefahrenquellen sensibilisiert werden. Für Reiseveranstalter besteht grundsätzlich eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Das heißt: Der Veranstalter muss die Sicherheit der Kunden durch Kontrollen vor Ort gewährleisten.

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