Hotel-Reservierung im Internet Meldung

Bei Hotel-Buchungen im Internet muss der Endpreis frühzeitig erkennbar sein. Das entschied kürzlich das Landgericht Berlin – und damit gegen das Portal hotelreservierung.de. test.de informiert.

Vermittlungsgebühren anzeigen

Michael Ballack als Werbefigur auf der Seite hat nichts genützt: Das Berliner Landgericht entschied, dass das Portal hotelreservierung.de die Vermittlungsgebühren für das Hotelzimmer bereits im ersten Buchungsschritt ausweisen muss.

Tatsächliche Kosten zu spät angezeigt

Hotelreservierung.de hatte die Vermittlungsgebühren erst in einem späteren Buchungsschritt angezeigt. Das sei zu spät, so das Landgericht Berlin. Zudem bemängelte das Gericht die unzureichende Kennzeichnung mit einem Sternchen-Symbol. Die tatsächlichen Kosten für die Zimmerbuchung inklusive Serviceentgelt seien so für den Verbraucher nicht nachvollziehbar.

Irreführende Werbung

Hotelreservierung.de warb mit günstigen Netto-Preisen für Hotelzimmer. Das Gericht sah das als irreführende Werbung und damit wettbewerbswidriges Verhalten an. Hotelreservierung.de gehört zur Unister-Gruppe aus Leipzig. Die Firma betreibt zahlreiche Seiten zu Reisen und Urlaub, unter anderem auch fluege.de und flug24.de. Hier sind die Kosten für eine Flugvermittlung ebenfalls wenig transparent ausgewiesen. Auch darüber hatte test.de bereits berichtet: Flugvermittler im Internet - Flüge teurer als gedacht.

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