Hormontherapie Meldung

Zeitungen meldeten „Kein Krebs durch Hormone“, „Hormontherapie löst keinen Brustkrebs aus“. Wir warnen.

Diese Meldungen sollten Hoffnung machen: Es drohe kein Krebsrisiko bei einer Hormonbehandlung wie etwa der kombinierten Anwendung von Östrogenen und Gestagenen. Die Stiftung Warentest: „Weiterhin gehen die meisten Institutionen, Gremien und Experten davon aus, dass bei der Anwendung kombinierter Hormonpräparate Krebs ausgelöst werden kann.“

Die Medien beziehen sich vor allem auf eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Human Reproduction“. Dort wird behauptet, es könne lediglich sein, dass bereits vorhandene Tumorzellen durch kombinierte Anwendung von Östrogen und Gestagen schnel­ler wachsen. Manche Mediziner deuten dies als Vorteil: Der Arzt könne den Tumor früher erkennen. Stimmt nicht, sagen Experten. Noch im Juni hat ein internationaler Expertenrat das Krebsrisiko unter Hormontherapie nach den Wechseljahren neu als „Krebs auslösend“ klassifiziert – die Wahrscheinlichkeit für eine Krebs auslösende Wirkung wurde höher eingestuft als bisher.

Ausführliche Hinweise zur Hormontherapie in test 7/2005 und unter www.test.de

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