Hormontherapie

Therapie mit Arzneien

23.06.2005
Inhalt
  • Hormonmittel gegen Wechseljahresbeschwerden werden niedrig dosiert und für kurze Zeit nur bei starker Belastung empfohlen – wenn kein erhöhtes Risiko für Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen besteht.
  • Finden Sie zusammen mit dem Arzt für sich die niedrigste und wirksame Dosierung.
  • Estriol ist das Estrogen mit der geringsten Wirkstärke. Reicht es nicht aus, können Zubereitungen mit Estradiol, Estradiolvalerat oder konjugierten Östrogenen in niedriger oder mittlerer Dosierung verwendet werden.
  • Bei Einnahme von Östrogen-Gestagen- Präparaten gut erprobte Gestagene (Standardgestagene wie Levonorgestrel, Medroxyprogesteron, Norethisteron) bevorzugen.
  • Frauen mit Gebärmutter müssen (wegen Gebärmutterschleimhautkrebsrisiko) Kombis aus Estrogen und Gestagen einnehmen.
  • Frauen ohne Gebärmutter sollten nur Estrogen-Einstoffmittel einnehmen, da Kombinationen das Brustkrebsrisiko erhöhen.
  • Nur kurz behandeln – wenige Monate.
  • Mindestens einmal im Jahr mit Ihrem Arzt prüfen, ob die Therapie noch notwendig ist.
  • Alternativen? Die therapeutische Wirksamkeit von Traubensilberkerze ist nicht ausreichend belegt, eine kurzfristige Anwendung – bis zu sechs Monate – gilt als sicher.
  • Weitere Infos: Bewertungen von Hormon­prä­paraten, weitere Daten und Informationen: www.wido.de und www.medikamente-im-test.de
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