Bis zum 1. November sollen die Beipackzettel für Arzneimittel zur Hormonersatztherapie um Risikohinweise ergänzt werden. Dazu hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Hersteller der Präparate aufgefordert. Die Risiken waren in mehreren internationalen Studien deutlich geworden. Die Nutzerinnen sollen über das erhöhte Risiko von Thrombosen, Herzinfarkten, Schlaganfällen und Brustkrebs informiert werden. Erst vor wenigen Wochen hatte eine britische Studie mit einer Million Teilnehmerinnen erneut auf das Brustkrebsrisiko von Östro­gen-Progesteron-Kombinationsprä­paraten hingewiesen.

Die Arzneimittel zur Hormonersatztherapie sollen in Zukunft nur noch angewendet werden, um ausgeprägte Wechseljahrsbeschwerden zu behandeln. Außerdem wird empfohlen, die Behandlung so kurz und niedrig dosiert wie möglich durchzuführen.

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