Hormonersatztherapie Meldung

Nach Hochrechnungen sind in Deutschland im Jahr 1998 insgesamt 5.000 Brustkrebserkrankungen und 3.000 Fälle von Gebärmutterkrebs auf die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren zurückzuführen. Das ist das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin. Es handelt sich um vorläufige Schätzungen. Sie haben eine heftige Expertendiskussion ausgelöst. Medizinische Fachgesellschaften kritisieren die Berechnungen. Eine erhöhte Rate von Gebärmutterschleimhautkrebs sei nicht zu erwarten, wenn als Hormonersatz eine Kombination von Östrogenen und Gestagenen gegeben werde. Das Bremer Institut hatte jedoch genau das Gegenteil ermittelt: Ärzte verordneten angeblich noch viel zu häufig reine Östrogenpräparate.

Dieser Artikel ist hilfreich. 476 Nutzer finden das hilfreich.