Phytoöstrogene: Auch Weizenmehl hilft

Dass bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe östrogenartig wirken, wurde bereits 1926 erkannt. Heute weiß man: Die Pflanzenstoffe zirkulieren zum Teil in größeren Mengen im Körper als körpereigene Östrogene, doch ihre Wirkung ist geringer. Am Markt sieht es oft so aus, als steckten Phytoöstrogene nur in der Sojabohne, im Rotklee oder Rhabarber. Tatsächlich kommen sie in vielen Pflanzen vor. Die bekanntesten Phytoöstrogene sind Isoflavone – darunter Daidzein und Genistein – in Soja, Erbsen Linsen, Kichererbsen. Außerdem gibt es Koumestane in Sprossen und Keimlingen und Lignane in Linsen und Bohnen, Getreide, Früchten und Gemüse.

Es fehlt vor allem an Studien, die Vorteile von Phytohormonen in der Postmenopause erfassen. Bei Frauen mit Hitzewallungen sind die Effekte gering. Es wirkte sich auf Hitzewallungen nicht günstiger aus, wenn Frauen statt Weizenmehl Sojamehl aßen. Im Vergleich zu Soja und Linsen verminderte das Weizenmehl Hitzewallungen sogar noch am effektivsten. Auch für Rotklee ergab sich kein zuverlässiger Vorteil gegenüber einem Scheinmedikament (Placebo).

Zu weiteren Beschwerden wie Kopfweh, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Angst und Stimmungsschwankungen fehlen ebenfalls verlässliche Daten.

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