Honig Riskante Stoffe gefunden

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Honig - Riskante Stoffe gefunden
Bienen­werk. Schad­stoffe aus Blüten können in Honig gelangen. ©  StockFood / Foodcollection

Honig kann riskante Stoffe enthalten, bestätigt ein Bericht der Lebens­mittel­über­wachung. 151 Honige wurden auf möglicher­weise krebs­er­regende Pyrrolizidinalkaloide (PA) geprüft. Pflanzen wie das Jakobs­kreuzkraut bilden sie zur Abwehr von Fraß­feinden. Die Stiftung Warentest fand PA in Schwarztees und Grüntees. In Honig gelangen sie, wenn Bienen Nektar entsprechender Pflanzen einsammeln. 82 Prozent der untersuchten Honige enthielten weniger als 10 Mikrogramm PA pro Kilo, die anderen meist weniger als 50 Mikrogramm. Deutsche und europäische Produkte waren geringer belastet als amerikanische. Andere Studien zeigen auch vereinzelt hohe Werte für regional erzeugten Honig. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft eine Tages­zufuhr von 0,007 Mikrogramm PA pro Kilo Körpergewicht noch als „wenig bedenk­lich“ ein. Ein 70 Kilo schwerer Erwachsener könnte also von Honig mit 50 Mikrogramm PA täglich 10 Gramm essen – etwa einen gestrichenen Teelöffel.

Tipp: Wechseln Sie zwischen verschiedenen Honigsorten und Herkünften.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 12.01.2016 um 10:23 Uhr
Honigsorten

@Schneewittchen71: "Die Aussagen in den von uns genannten Berichten sind allgemein gehalten. Die Schadstoffbelastung hängt von vielen Einflussfaktoren ab, sodass sich nur schwer Angaben zu einzelnen Honigsorten ableiten lassen." (bp)

Schneewittchen71 am 10.01.2016 um 20:36 Uhr
Spezielle Honigsorten

Wie ist es mit speziellen Homigsorten wie Aktien, Korander oder Edelkastanie bzw. gibt es Erkenntnisse beim Manuka Honig?