Nektar und Honigtau: Honigsorten im Test

Mischblütenhonig stammt aus dem Nektar von Blüten verschiedener Pflanzen. Er variiert in Farbe, Geruch, Geschmack und Konsistenz. Je nach Erntezeitpunkt unterscheidet man zwischen Früh- und Sommertracht.

Bergblütenhonig kommt aus Gebirgsregionen, im Test vor allem aus Süd- und Mittelamerika. Seine Farbe ist hellgelb bis golden, die Konsistenz feincremig. Er schmeckt lieblich-blumig und aromatisch.

Wildblütenhonig ist gelb bis bräunlich, bleibt lange flüssig und schmeckt aromatisch. Er muss überwiegend von verschiedenen, wild wachsenden Blütenpflanzen stammen. Der Anteil an Nutz- und Kulturpflanzen darf nicht überwiegen.

Akazienhonig machen die Bienen nicht aus dem Nektar der Akazie, sondern der Robinie – auch Scheinakazie genannt. Deren Blüten sind pollenarm, sodass im Honig nur 20 bis 30 Prozent Robinienpollen zu finden sind. Geschätzt wird Akazienhonig wegen seines milden, fein-süßen Geschmacks, zum Beispiel im Tee und in Süßspeisen. Er ist blass, fast farblos und flüssig.

Rapshonig schmeckt mild-blumig bis kohlartig. Seine Farbe ist weiß. Er kristallisiert schnell und fein, seine Konsistenz ist cremig.

Sonnenblumenhonig ist dottergelb wie die Blüten, aus denen die Bienen den Nektar dafür sammeln. Er kristallisiert schnell und schmeckt mild-aromatisch wie Traubenzucker.

Waldhonig zeichnet sich durch sein malziges und würzig-herbes Aroma aus. Er ist rot- bis dunkelbraun und meist dickflüssig. Die Bienen ge­winnen ihn nicht aus Blütennektar, sondern aus Honigtau von Laub- und Nadelbäumen in Wäldern. Honigtau besteht aus zuckerhaltigen Ausscheidungen von pflanzensaft-saugenden Blatt- und Schildläusen.

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