Home­office und mobiles Arbeiten: Vorteile und Nachteile der Arbeit zu Hause

Das gilt für die Arbeit zu Hause

Steuern. Wer haupt­sächlich im Home­office Dienst tut, kann die Kosten für das heimische Arbeitszimmer von der Steuer absetzen – wenn der Chef sie nicht über­nimmt. Der Fiskus will dazu wissen, was und wie viel der Beschäftigte zu Hause arbeitet. Faust­regel: Damit das Steuerprivileg greift, sollten Arbeitnehmer mindestens drei Tage pro Woche zu Hause am Schreibtisch sitzen. Zudem müssen sie dieselben Aufgaben erledigen wie in der Firma auch.

Home­office-Pauschale. 2020 und 2021 gibt es für die Arbeit im Home­office – auch ohne eigenes Arbeits­zimmer – eine Tages­pauschale von 5 Euro. Sie gilt maximal für 120 Tage. 600 Euro können so zusammen­kommen, die der Beschäftigte unter bestimmten Bedingungen von der Steuer absetzen kann. Mehr Infos in unserem Special Steueränderungen 2021.

Miet­wohnung. Richtet jemand in seiner Wohnung ein Home­office ein, nutzt er einen Teil der Immobilie gewerb­lich. Arbeitet er dort nur still vor sich hin, ist das unpro­blematisch. Eine teilgewerb­liche Nutzung kann der Vermieter laut einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs aber verbieten, wenn diese „nach außen hin“ sicht­bar ist (Az. VIII ZR 165/08). Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Kunden kommen oder die Anschrift als Firmen­adresse genutzt wird.

Unfall­versicherung. Tele­arbeiter sind bei allen Tätig­keiten inner­halb des heimischen Büros durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Auch Fahrten in die Firma oder zum Kunden sind versichert. Der Unfall muss aber in engem Zusammen­hang mit der beruflichen Tätig­keit stehen. Die gesetzliche Unfall­versicherung greift nicht, wenn sich jemand zwischen Schreibtisch und Küche das Bein bricht (Sozialge­richt Karls­ruhe, Az. S 4 U 675/10), wohl aber, wenn der Unfall auf dem Weg zum Drucker im Keller passierte.

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