Holzschutzmittel Meldung

Holzschutzmittel sind seit Jahrzehnten im Verruf. Immer wieder waren gesundheitliche Beeinträchtigungen und Umweltschäden gemeldet worden. Das im vergangenen Jahr in Kraft getretene Biozid-Gesetz soll Abhilfe bringen, Holzschutzmittel mit neuen Wirkstoffen müssen zugelassen werden. Doch viele Mittel gelten als „Altprodukte“, deren Prüfung noch Jahre dauern kann. Gefahr droht gerade bei preiswerten Holzschutzmitteln aus dem Baumarkt. Nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesinstituts für Risikobewertung können sie „ein erhebliches Risikopotenzial für die Anwender“ bergen.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, zumindest in Innenräumen gar keine bioziden Stoffe einzusetzen. Wer auf Holzschutzmittel nicht verzichten will, sollte nach Empfehlung der Ämter nur auf Mittel zurückgreifen,

  • die vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen sind,
  • das RAL-Gütezeichen des Deutschen Instituts für Gütezeichen und Kennzeichnung führen (siehe Abbildung) oder
  • die beim UBA als „Bläueschutzmittel“ registriert sind.

Diese Mittel sind geprüft und können, so die Ämter, nach derzeitigem Kenntnisstand bei sachgerechter Anwendung als „wirksam und unbedenklich“ angesehen werden – obwohl auch sie noch nicht nach dem Biozid-Gesetz zugelassen sind. Auf andere Holzschutzmittel sollte man in jedem Fall verzichten.

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