Holz­investments Betrugs­verdacht gegen Green Planet

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Holz­investments - Betrugs­verdacht gegen Green Planet
Eine Plantage mit Teak­holz­bäumen in Costa Rica.

Direkt­investments in fernen Ländern sind riskant. Das illustriert der Fall Green Planet. Die Gesell­schaft aus Frank­furt am Main versprach 13 Prozent Rendite pro Jahr mit Teak­holz. Von 2009 bis 2013 zahlten knapp 700 Anleger 15 Millionen Euro für Setzlinge. Die Staats­anwalt­schaft Frank­furt hegt den Verdacht, dass nur etwa ein Fünftel des Geldes auf Plan­tagen in Costa Rica landete.

Noch im März 2014 hatte Green Planet verkündet, erst­mals Eigentümer von Teak­holz­bäumen abschließend ausgezahlt zu haben. Die geplante Rendite sei „sogar noch deutlich über­troffen“ worden. Ihr Vorstand Manfred W. zeigte sich zuver­sicht­lich, „auch in Zukunft attraktive Renditen für unsere Kunden zu erzielen“. Die Staats­anwalt­schaft mutmaßt jedoch, frühere Anleger könnten mit dem Geld neuer Anleger ausgezahlt worden sein. W. kam in Unter­suchungs­haft. Green Planet war nicht für eine Stellung­nahme zu erreichen.

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MarcusFahr am 29.06.2014 um 16:49 Uhr
Dubiose Teakinvestmentanbieter

Die Kunden der Green Planet AG werden wohl ihr Gelder verlieren: Die Unternehmenshomepage ist tot, wie auch deren Telefonanschluss.
Ohnehin werden wahrscheinlich alle Kunden dieser Teakinvestmentfirmen ihr Investment abschreiben muessen: Die renommierte Regenwald NGO Oroverde hat eine Analyse zur wirtschaftlichen Bewertung durchfuehren lassen:
http://www.regenwald-schuetzen.org/projekte-national/waldinvestments/waldinvestment-hintergrund-downloads.html
Demnach muesste fuer eine Rendite von 8 Prozent der Preis unter 8000 Euro liegen. Green Planet, Life Forestry, ShareWood und WoodSource verlangen jedoch mehrere hundert Prozent mehr. Eine Rendite ist daher fast unmoeglich, eine Insolvenz wie bei Prime Forestry Switzerland AG nicht unwahrscheinlich: