Das Landgericht Köln hat dem Leipziger Unternehmen Unister die Werbung mit dem Holidaytest-Gütesiegel verboten. Die Portale der Gruppe Reisen.de, Holidaytest.de und Ab-in-den-Urlaub.de dürfen nicht mehr behaupten, dass das Siegel auf echten Gästemeinungen beruhe. Das Gericht sieht in der Werbung eine Irreführung des Verbrauchers. Voraussetzung für ein Gütesiegel, so die Richter, sei eine „sachgerechte Prüfung durch eine neutrale Instanz ... nach einheitlichen Kriterien“. Dies erfüllt Unister nicht (Az. 31 O 491/11). Geklagt hat das Hotelbewertungsportal Holidaycheck, das bereits im Sommer 2011 zwei einstweilige Verfügungen gegen vorherige Versionen des Siegels erwirkt hatte.

Unister hat auf Anfrage erklärt, die Plattform weiterzuführen, in welcher Form, sei aber noch nicht entschieden. Man wolle dem Verbraucher „eine weitere Plattform bieten, um Bewertungen von Hotels abzugeben“.

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