Als „Hörverstärker“ bieten Kaufhäuser und Discounter spottbillige Hörgeräte an. Trotz technischer Grenzen können sie kurzfristig hilfreich sein – im Einzelfall. Ausprobieren lässt sich das aber erst zu Hause.

Hörgeräte können mehrere Tausend Euro kosten. An „Hörverstärkern“ für etwa 15 Euro können Kunden feststellen, wie preiswert Bauteile von Hörhilfen sind. Mit der Bezeichnung „Hörverstärker“ grenzen die Hersteller diese Produkte von den teureren medizinischen Hörgeräten ab: So entfallen Zulassungsmessungen und Qualitätsüberprüfungen sowie die Auflage zum Verkauf durch einen Arzt oder Hörgeräteakustiker.

Neben der klassischen „Hinter-dem-Ohr“-Variante gibt es Geräte, die mit einem Clip an der Kleidung befestigt werden. Wie ein Walkman sind sie mit Stereo-Ohrhörern ausgestattet.

Hörgerätenutzer, Schwer- und Normalhörende beurteilten die Handhabung meist als gut, das Tragen am Ohr jedoch als mangelhaft. Das Hören bewerteten sie mit gut bis mangelhaft: Das Grundrauschen, die Verstärkung von Neben- und Hintergrundgeräuschen störte meist stark. Beim Telefonieren waren die Geräte wenig hilfreich (ohne Telefonspule). Einige Tester akzeptierten die „Hörverstärker“, andere lehnten sie völlig ab.

Hörverstärker HG 300 (links), etwa 13 Euro.
Anbieter: verschiedene Kaufhäuser, Discounter, Supermärkte.
Hörverstärker Cyber Ear (rechts), etwa 15 Euro.
Anbieter: Conrad Elektronic GmbH
Tel. 0 180 5/31 21 11
Fax 0180 5/31 21 10
www.conrad.de

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