Hörgerätebatterien im Test Test

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutsch­land tragen Hörgeräte, die ihren Strom meist aus kleinen Knopf­zellen beziehen. Die Stiftung Warentest hat 42 dieser Zink-Luft-Batterien ins Labor geholt, je 14 von den drei meistgenutzten Batterie­typen: Typ-10-Zellen für die kleinen unauffäl­ligen Im-Ohr-Geräte, Typ-312-Batterien für Hinter-dem-Ohr-Geräte mitt­lerer Größe sowie Typ-13-Zellen für hoch verstärkende große Geräte. Fast jede zweite ist gut – doch es lohnt sich, auf die Preise zu schauen.

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TestHörgerätebatterien im Testtest 02/2018
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Kleine Zellen – große Unterschiede

Wichtigste Prüfung: Das Messen der Kapazität. Die Batterie soll den für das Hörgerät nötigen Strom möglichst lange liefern. Der Test offen­bart deutliche Unterschiede. Die Kapazität der geprüften Batterien schwankt zwischen sehr gut und ausreichend. In Zahlen ausgedrückt: Liefert eine Batterie mit sehr guter Kapazität zehn Tage lang Energie, bringt es eine ausreichende Zelle nur auf acht Tage.

Großer Strom – geringere Kapazität

Die Lauf­zeit hängt nicht nur von der Kapazität der Batterie ab, sondern vor allem von ihrer Nutzung: Ist die Umge­bung laut, das Hörgerät jeden Tag ausgiebig in Betrieb oder muss es hoch verstärken, weil ein Mensch sehr schlecht hört, geht die Batterie schneller zur Neige. Die Tester prüften die Kapazität der Zellen unter zwei verschiedenen Belastungen. Nur wenn sie in der Summe über­zeugte, konnte eine Batterie die Gesamt­note Gut erreichen. Geschafft haben das je neun Knopf­zellen von Typ 10 und Typ 312 sowie drei von Typ 13. Die Gesamt­note setzt sich zusammen aus den drei Teilnoten für die unterschiedlich gewichteten Prüf­punkte Batterie­kapazität (65%), Hand­habung (25%) und Deklaration (10%).

Das bietet der Test Batterien für Hörgeräte

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen für 42 Zink-Luft-Batterien – je 14 für Im-Ohr-Geräte (Typ-10-Zellen), für Hinter-dem-Ohr-Geräte mitt­lerer Größe (Typ-312-Batterien) sowie für hoch verstärkende große Geräte, die ebenfalls hinter dem Ohr getragen werden (Typ-13-Zellen). Der Test zeigt, dass sich sowohl durch die Wahl eines anderen Produkts als auch durch Preis­vergleiche zu ein und demselben Produkt viel Geld sparen lässt. Wer bei seinem Hörgerät alle zehn Tage die Batterie wechseln muss, kann so deutlich über 100 Euro sparen. Zu den getesteten Anbietern gehören unter anderem Power One, Rayovac und Kind.

Akkus statt Batterien? Wir sagen, wie lange Akkus im Vergleich zu Batterien halten, welche Vor- und Nachteile sie gegen­über letzteren haben – und ob sich der Einsatz von Akkus auch finanziell gesehen lohnt.

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Spartipp 1: Auf güns­tige gute Batterien umsteigen

Der Test der Stiftung Warentest zeigt: Manche Hörgerätebatterien bieten gleiche Qualität bei krass unterschiedlichen Preisen. Da lohnt der Vergleich. Die Auswahl an Anbietern ist riesig: Hörgeräte­akustiker, Drogerie- und Elektronikmärkte, über­regionale Brillen­anbieter, verschiedene Onlinehändler – sie alle verkaufen die Kraft­pakete im Kleinformat. Und das zu sehr unterschiedlichen Preisen. Ein extremes Beispiel gibt es bei den Typ-10-Knopf­zellen: Bei der Preisrecherche im Dezember fanden wir eine Batterie für nur 95 Cent je Sechser­pack, die gleiche Menge einer anderen Marke kostet bei einem Elektronik­groß­markt 10 Euro – mehr als das Zehnfache. Wer also nur auf eine ausdauernde Batterie aus ist, kann kräftig sparen: Geht man von einem (üblichen) Zellen­wechsel alle zehn Tage aus, summieren sich die Kosten der teuren Batterie übers Jahr auf 120 Euro, bei der billigen sind es dagegen höchs­tens 12 Euro. Ersparnis: deutlich über 100 Euro pro Jahr.

Spartipp 2: Preise verschiedener Händler vergleichen

Der Test der Stiftung Warentest zeigt auch: Je nach Händler gibt es extreme Preis­unterschiede bei ein und demselben Produkt. So fanden wir die teure Batterie aus obigem Preis­vergleich bei einem Onlineanbieter um fast die Hälfte güns­tiger – für 5,50 Euro je Sechser­blister. Das zeigt, dass sich eine Preisrecherche bei verschiedenen Händ­lern selbst für identische Batterien lohnen kann. Eine andere Batterie fanden wir bei Fielmann für 1,95 Euro je Sechser­blister, gleich­zeitig verlangten einzelne Onlinehändler bis zu 8 Euro. Der vierfache Preis für die exakt gleiche Batterie – „Wie bitte?“. Werden im Mittel alle zehn Tage neue Knopf­zellen fällig, spart der Nutzer über das billigere Angebot 73 Euro pro Jahr: Bei der Optikerkette summieren sich die Kosten auf etwa 23 Euro, beim Internetanbieter auf stolze 96 Euro. Das ist nur ein Beispiel. Ähnlich groß können die Preis­unterschiede in den anderen Produkt­gruppen ins Gewicht fallen.

Spartipp 3: Kleinere Preise bei Groß­packungen

Eine weitere Möglich­keit, Kosten zu sparen: Groß­packungen kaufen. Einige Händler geben dann Rabatt. In der Zehner­packung kann sich der Preis für einen Sechser­blister um bis zu 50 Prozent reduzieren, wie unsere Recherche zeigt.

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