Kosten: Was die Krankenkassen bezahlen

Fest­beträge. Die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten für Hörgeräte – sofern eine ärzt­liche Verordnung vorliegt. Sie zahlen Fest­beträge von etwa 460 Euro für ein Hörgerät inklusive Ohrpass­stück und 830 Euro für zwei Geräte, also für beide Ohren. Hinzu kommt eine Wartungs- und Reparaturpauschale von rund 190 Euro je Hörgerät für die Dauer der Nutzung. Betroffene mit an Taubheit grenzender Schwerhörig­keit erhalten höhere Fest­beträge. Für privat Versicherte gilt der jeweilige Vertrag.

Zuzahlung. Für besondere Ausstattung, erhöhten Anwendungs­komfort oder bei komplizierten Hörstörungen müssen Versicherte aus eigener Tasche zuzahlen. Jeder Akustiker muss für Kassenpatienten auch zuzahlungs­freie Hörgeräte anbieten. Sie ermöglichen bei leichtem und mitt­lerem Hörverlust meist einen guten Ausgleich.

Zusatz­versicherung. Private Kranken­versicherungen bieten Zusatz­versicherungen für Kassenpatienten an, vereinzelt im Rahmen von „Paketen“ für medizi­nische Hilfs­mittel auch für Hörgeräte. Sie ergänzen die Fest­beträge der Krankenkassen, es gelten aber Warte­zeiten und ein jähr­licher Höchst­betrag.

Ratenzahlung. Einige Hörgeräte­akustiker bieten die Möglich­keit von Ratenzah­lungen an. Prüfen Sie, ob das wirk­lich güns­tiger ist als ein Bank­kredit oder eine Komplett­zahlung.

Batterien. Hörgeräte brauchen Strom, dafür sorgen Batterien. Das kann ins Geld gehen. Die Kassen über­nehmen die Kosten nur bis zum 18. Lebens­jahr. Je mehr die Geräte den Schall verstärken, umso höher ist der Verbrauch. Digitale Geräte mit vielen Funk­tionen brauchen ebenfalls viel Energie. Und je kleiner das Hörgerät, umso kleiner sind auch die Batterien und umso häufiger müssen sie gewechselt werden. Im Internet gibt es sie meist preisgüns­tiger als im Fach­handel. Einige Akustiker bieten die Knopf­zellen gelegentlich zu Sonder­konditionen oder im ersten Jahr sogar kostenlos an, wie Fielmann.

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