Hörgeräte kaufen: Erst ausprobieren

Es kann mehrere Wochen dauern, bis ein Hörgerät an die individuellen Bedürf­nisse angepasst ist. Vor dem endgültigen Kauf sollten Betroffene auf diese Punkte achten:

Der Arzt­besuch. Wenn das Hörvermögen beein­trächtigt ist, verordnet der Ohren­arzt Hörgeräte. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich nur an den Kosten, wenn eine Verordnung vorliegt (siehe „Kosten“). Der Arzt untersucht auch, ob behandel­bare Krankheiten vorliegen.

Die Beratung. Schildern Sie dem Hörgeräte­akustiker, wie lange die Hörprobleme bestehen und in welchen Situationen sie besonders stören, etwa bei Gesprächen, in Diskussions­runden oder in Konzerten. Zusammen mit verschiedenen Hörtests bilden die Informationen die Grund­lage für die Auswahl des Geräts.

Die Probephase. Der Akustiker bereitet für Ihren nächsten Besuch Modelle vor, die er nach Ihren persönlichen Bedürf­nissen anpasst. Er zeigt Ihnen, wie Sie die Geräte bedienen, zum Beispiel die Laut­stärke regeln. Die Hörgeräte können Sie mitnehmen und unter Alltags­bedingungen eine Woche oder länger zur Probe tragen.

Der Modell­vergleich. Nach dem Probelauf kann der Akustiker die Einstel­lungen verändern, oder Sie können noch weitere Geräte im Alltag ausprobieren. Für gesetzlich Versicherte mit einer Verordnung sollte der Hörgeräte­akustiker drei Probegeräte anbieten, auf jeden Fall mindestens ein zuzahlungs­freies Gerät zum Krankenkassen­fest­betrag.

Die Nach­sorge. Wenn Sie sich für ein Hörgerät entschieden haben, findet im Laufe der folgenden Monate eine weitere Fein­anpassung statt, beispiels­weise die Verstärkung der Leistung. Diesen Service bezahlen Sie mit dem Kauf, ebenso wie regel­mäßige Kontrollen und Reparaturen.

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