So haben wir getestet

Im Test: Die sechs größten über­regionalen Hörgeräte­akustikerketten mit Filialen in mindestens zwei Bundes­ländern und insgesamt mindestens 45 Filialen (Stand April 2011). Alle Hörgeräte­akustiker wurden über jeweils drei Filialen in verschiedenen Städten verdeckt in Anspruch genommen. Insgesamt 18 geschulte Tester mit typischer alters­begleitender Hörstörung ließen sich als Privatpatienten im Rahmen einer vergleichenden Anpassung versorgen. Das jeweilige Budget der Tester ermöglichte eine adäquate Versorgung. Die Test­personen dokumentierten die Filial­besuche in stan­dardisierten Protokoll­bögen (Beratung und Kunden­orientierung). Ein unabhängiger Fach­gut­achter (Audiologe) prüfte Hörgeräte­auswahl und -einstellung sowie das Hörergebnis anhand von Anbieter­unterlagen sowie eigener Hörtests mit den gekauften Hörgeräten.
Erhebungs­zeitraum: Oktober 2011 bis Januar 2012, Anbieterbefragung April 2012.

Abwertung

Wurden in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen deutliche Mängel fest­gestellt, wurde das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet.

Hören nach Erst­anpassung: 60 %

Hörgeräte­auswahl und -einstellung: Eignung der ausgewählten Hörgeräte für den jeweiligen Hörverlust, Verstärkungs­reserve, Eignung und Anpassung der verwendeten Ohrpass­stücke (Otoplastiken), voll­ständige und zutreffende Ton- und Sprachaudiogramme, Berück­sichtigung der Unbe­haglich­keits­schwelle.
Hörergebnis: Verbesserung des Sprach­verstehens – Einsilber in ruhiger Umge­bung und unter Stör­geräusch (Freiburger Test) und Sätze (Göttinger Satz­test) unter Stör­geräusch, Verbesserung des Sprach­verstehens im Stör­geräusch bei beidseitiger Hörgeräte­versorgung im Vergleich zur einseitigen Versorgung, subjektive Zufriedenheit der Tester mit der Verbesserung des Alltags­hörens.

Beratung: 30 %

Unter anderem Bedarfs­analyse (Gesund­heits­aspekte, Lebens­umstände), Ablauf der Hörtests, Erläuterungen zu den Messungen und dem Prozess der Anpassung – auch zu Hörtrainings im Anschluss an die Erst­anpassung, Beratung zu alternativen Hörgeräte­typen, Einweisung in die Probegeräte und Auswertung der damit erzielten Ergeb­nisse, Informationen zu den gekauften Geräten.

Kunden­orientierung: 10 %

Unter anderem Einhaltung von Preis­absprachen und Terminen, Haftung für Probehörgeräte, Informationen zu Nach­sorge und deren Umfang, etwa Nach­justieren, Reinigen, Batteriewechsel.

Mängel in den AGB: 0 %

Ein juristischer Experte prüfte die allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) darauf, ob sie unzu­lässige Klauseln beinhalten, die den Kunden benach­teiligen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1131 Nutzer finden das hilfreich.