Höhere Strompreise ab Juli Meldung

Die Strompreise steigen schon wieder: Mehr als 70 Stromversorger haben Preiserhöhungen zum 1. Juli oder 1. August angekündigt. Angeblich sind gestiegene Großhandelspreise der Grund für die Erhöhungen. Doch zur gleichen Zeit läuft die Bundesverordnung Elektrizität aus. Somit müssen Stromerzeuger ihre Grundpreise nicht mehr von den Wirtschaftsministerien genehmigen lassen. Zufall? test.de rät zum Wechsel.

280 Euro teurer

Besonders hart trifft es diesmal die Einwohner des sachsen-anhaltinischen Weißenfels. Ihre Stadtwerke erhöhen den Arbeitspreis von 18,31 auf 23,26 Cent je Kilowattstunde. Den jährlichen Grundpreis verdoppeln sie nahezu. Ein Haushalt mit einem Verbrauch von 4 000 Kilowattstunden im Jahr zahlt künftig 1 097 statt bisher 817 Euro. Das sind 280 Euro oder 34 Prozent mehr. Hier wäre selbst Ökostrom von Lichtblick mit 844,16 Euro im Jahr deutlich preiswerter.

Wechsel als Protest

Ähnliche Rechnungen sind auch in anderen Städten möglich. In Berlin und Hamburg erhöht der regionale Netzbetreiber Vattenfall die Preise um rund 6,5 Prozent. Betroffen sind allein in der Hauptstadt rund 1,8 Millionen Haushalte. Grund genug, zu einem preiswerteren Stromversorger zu wechseln. Anbieter wie Eprimo, Nuon und Stadtwerke Flensburg bieten vielerorts deutlich günstigere Tarife als die lokalen Platzhirsche. Der Wechsel ist problemlos und ohne Risiko: Einfach beim neuen Versorger anmelden. Kündigung und Umstellung der Stromversorgung übernimmt der neue Anbieter. Einzige Änderung: Die Rechnung kommt künftig vom neuen Versorger.

Sondertarife nutzen

Wer seinem regionalen Stromversorger treu bleiben will, sollte zumindest überprüfen, ob der nicht einen günstigeren Tarif im Programm hat. Fast alle Stromversorger bieten neben ungünstigen Allgemeinen Tarifen auch preiswertere Sondertarife. Diese sind zwar in der Regel an Bedingungen wie längere Laufzeit, Lastschriftverfahren oder Online-Verwaltung gekoppelt. Doch unterm Strich sind sie ebenfalls meist billiger als Standardtarife.

Weitere Informationen im Special: Der Wechsel lohnt sich

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