Höhere Mehrwertsteuer Meldung

Ab 2007 steigt die Mehrwertsteuer auf 19 Prozent.

Schon lange vor dem Jahreswechsel erhöhen einige Händler die Preise.

Größte Erhöhung: 2007 kommt die größte Mehrwertsteuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik: von 16 auf 19 Prozent. Doch jetzt noch schnell groß einkaufen, um dem zu entgehen, kann nach hinten losgehen. Denn viele Geschäfte machen es wie 2002 bei der Euro-Einführung: Sie heben die Preise schon vorher an. Wenn die Kunden dann im neuen Jahr verschärft auf Verteuerungen achten, sieht es aus, als sei nichts passiert.

Verbraucher zahlen: „Viele Händler werden die Preise noch vor Ende September anpassen“, glaubt Wolfgang Twardawa, Marketingleiter der Gesellschaft für Konsumforschung. Ein Grund liegt darin, dass sie ab nächstem Jahr 19 Prozent Umsatzsteuer auch für Waren abführen, die sie in diesem Jahr zu 16 Prozent Steuer gekauft haben. „Die Zeche muss der Verbraucher zahlen“, warnt auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels.

Schwellenpreise: Schwierig wird es bei Schwellenpreisen: Die Flasche Landwein für 1,99 Euro wird nicht plötzlich 2,05 Euro kosten. Schon zur Euro-Einführung wurden stattdessen eher die Waren verteuert, die zwischen zwei Eckwerten lagen – und deren Preis den meisten Kunden nicht geläufig war. Das Statistische Bundesamt hat nun einen Preismonitor ins Internet gestellt, der laufend die aktuelle Entwicklung zeigt: www.destatis.de/preismonitor.

Einziger Trost: Einiges wird gar nicht besteuert: Mieten und Baukredite zum Beispiel. Und für Lebensmittel, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Fahrscheine unter 50 Kilome­tern, für Kino- und Konzertkarten gilt der ermäßigte Satz von 7 Prozent. Der bleibt, wie er ist. Und manche Preise sind ohnehin im Sinkflug, zum Beispiel die für Flach-TV und Pkw.

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