Die häufigste Tumor­erkrankung bei Männern zwischen 20 und 35 Jahren ist Hoden­krebs. Jedes Jahr kommen mehr als 4 000 Neuerkrankungen hinzu. Doch nicht jeder Arzt wählt auf Anhieb die beste Therapie. Eine ärzt­liche Zweitmeinung kann die Therapie­möglich­keit bei jedem sechsten Patienten verbessern. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitäts­klinikums Ulm. Sie basiert auf Ergeb­nissen des Internetportals Zweitmeinung Hodentumor. Hier reichen Ärzte mit der Zustimmung des Patienten einen Therapieplan ein und bekommen inner­halb von zwei Tagen eine Einschät­zung von Spezialisten der Deutschen Hodentumor­studiengruppe. Seit 2006 haben mehr als 3 000 Patienten das Angebot von Zweitmeinung Hodentumor in Anspruch genommen. Bei 40 Prozent der Fälle reduzierten die Ärzte den Therapie­umfang im Anschluss, bei 26 Prozent musste die Therapie erweitert werden. Wer auf der Suche nach einer Zweitmeinung ist, findet das Portal im Netz unter www.zm-hodentumor.de.

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