Hochzeits­fotograf Meldung

Gefallen dem Braut­paar die Bilder des Fotografen nicht, gibt es Streit ums Honorar.

Erst schickte der Hochzeits­fotograf nur eine Praktikantin. Die aber machte keine Fotos von der Trauung, sondern nur vor und nach der Zeremonie. Und selbst die geschossenen Bilder gefielen Braut und Bräu­tigam ganz und gar nicht. Als der Cheffotograf trotzdem noch 307,38 Euro Honorar forderte, war das Braut­paar endgültig bedient. Mehr als die 150 Euro, die sie für die Heraus­gabe der vor und nach der Trauung aufgenom­menen Bilder schon gezahlt hatten, seien nun wirk­lich nicht drin. Das beschieden sie dem Mann, der ihnen „zeitgenössische Hoch­zeitfotografie“ versprochen hatte.

Mit dieser Summe wollte sich der Fotograf nicht zufrieden­geben. Das von den Brautleuten georderte „Basispaket3“ koste schließ­lich 799 Euro. Er zog vor das Amts­gericht Hannover. Doch auch Richter Reinhard Wiehe hatte kein Verständnis für die Forderung. Wenigs­tens Bilder mitt­lerer Art und Güte, und zwar wie vereinbart auch von der Trauung, hätte der Fotograf liefern müssen, urteilte der Richter (Az. 412 C 4005/13). Einen nicht weiter ausgebildeten Praktikanten zu schi­cken, reiche nicht aus.

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