Mieter dürfen weniger zahlen

Wenn die Wohnung unter Wasser steht, haben Mieter das Recht in bestimmten Fällen die Miete zu mindern.

Die Miete mindern

Ein Mieter darf die Miete mindern, wenn seine Wohnung durch Hoch­wasser zum Teil unbe­wohn­bar ist. Gar nicht zahlen muss er, solange die komplette Wohnung unbe­nutz­bar ist. Wie viel er mindern darf, wenn einzelne Räume betroffen oder die Wohnung keinen ganzen Monat unbe­wohn­bar ist, hängt vom Einzel­fall ab. Hilfe­stellung geben Mieterbund und Rechts­anwälte.

Hilfe für Vermieter

Viele Vermieter wundern sich über das Minderungs­recht des Mieters. Schließ­lich sind sie ja nicht schuld am Hoch­wasser. Doch der Gesetz­geber hat ­Mietern das Recht auf Miet­minderung (Paragraf 536 des Bürgerlichen Gesetz­buches) unabhängig von einem Verschulden des Vermieters gegeben. Vermieter, die eine Wohn­gebäude­versicherung inklusive Elementarschaden­versicherung abge­schlossen haben, sollten sich an ihren Versicherer wenden. Sie haben gute Chancen, auf diesem Wege einen Ausgleich zu bekommen, wenn ihr Mieter seine Zahlungen mindert und sie Einbußen haben.

Das müssen Mieter beim Mindern beachten

Mieter müssen den Vermieter informieren, wenn Hoch­wasser die Wohnung ­beschädigt hat. Für das Trockenlegen der Wohnung ist der Vermieter verantwort­lich. Hat die Flut Gegen­stände beschädigt, die der Vermieter mitvermietet hat, wie eine Einbauküche oder Bodenbeläge, muss er diese reparieren oder ersetzen. Schäden an den eigenen Möbeln hat der Mieter selbst zu tragen.

Tipp: Der Deutsche Mieterbund hat eine Hotline für Mieter einge­richtet. Unter der Telefon­nummer 0 30/22 32 31 66 erhalten sie wochen­tags kostenlos Informationen zu Miet­rechts­fragen rund um die Hoch­wasser­katastrophe.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1388 Nutzer finden das hilfreich.