Tipps zur Schimmelbekämpfung

Hoch­wasser Special

Nachdem die Helfer das Wasser und den Schlamm aus den Kellern und Wohn­räumen abge­pumpt haben, müssen sich viele Betroffene selbst um die Feuchtig­keit kümmern. Ansonsten droht Schimmelbefall in ihrer Wohnung. test.de gibt Tipps, was man dagegen unternehmen kann.

  • Trockenlegen. Beseitigen Sie so schnell wie möglich den Schlamm und sorgen Sie dafür, dass nirgends Wasser steht.
  • Statik. Prüfen Sie die Wände auf ihre Standsicherheit. Bei geringsten Zweifeln unbe­dingt einen Statiker zu Rate ziehen.
  • Aufräumen. Räumen Sie nasse Einrichtungs­gegen­stände wie Teppiche zuerst weg. Rücken Sie Ihre Möbel von der Wand weg und stellen Sie diese auf Leisten, damit Boden und Möbel schneller trocknen können. Durch­nässte Tapeten sollten Sie ebenfalls abnehmen.
  • Holz­verkleidungen. Entfernen Sie Verkleidungen und andere Holz­bauteile wie Dielen so weit wie möglich, damit die dahinter und darunter liegenden Hohlräume trocknen können.
  • Durch­zug. Sorgen Sie für Durch­zug. Entfernen Sie eventuell Türen oder Fenster, die sich nur Kippen lassen. Der betroffene Bereich sollte optimal belüftet werden.
  • Rück­bau. Geschädigte Gips­karton-Zwischenwände und nasse Dämm-Materialen, wie Mineralwolle, müssen demontiert werden. Aber: Bei Fertighäusern oder Holz­ständer­werk erfüllen Holz­platten zum Teil auch eine tragende Funk­tion. Hier ist es am sichersten, beim Hersteller nach­zufragen, welche Bauteile entfernt werden können.
  • Holz­decken. Bei Holz­balken­decken stellt die Feuchtig­keit ein besonderes Problem dar. Entfernen Sie – falls möglich – feuchtes Dämm­material und einige Bretter im Rand­bereich, damit Zugluft entsteht.
  • Ventilator. Zur Unterstüt­zung der Lüftung kann bei schlecht zugäng­lichen Bereichen ein Ventilator verwendet werden. Auch geöff­nete Schorn­steine unterstützen die Luft­zirkulation.
  • Heizlüfter. Heizlüfter können die Trock­nung deutlich beschleunigen. Sie verbrauchen zwar relativ viel Strom, können aber anderer­seits teure Folgeschäden verringern helfen. Je größer der Wasser­schaden, desto sinn­voller ist allerdings der Einsatz professioneller Entfeuchtungs­geräte. Unver­zicht­bar sind diese Geräte zum Beispiel, wenn die Feuchtig­keit bei einem „schwimmenden Estrich“ in die Dämm­schicht zwischen Beton und Unter­grund einge­drungen ist.
  • Lüftung. Nachdem die Trock­nung weit­gehend erfolgt ist, ist es wichtig, dass Sie auch in den Folgemonaten konsequent und richtig lüften. Stoß­lüften in der Verbindung mit Heizen erweist sich als erfolg­reiche Methode bei der Bekämpfung von Restfeuchtig­keit. Besonders gut funk­tioniert das, wenn es draußen wesentlich kühler ist als drinnen ist.
  • Infos. Umfang­reiche Tipps für Betroffene bietet das Infodokument „Feuchte- und Schimmelprobleme im Wohnbereich“ auf test.de.

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