Das sollten Geschädigte unternehmen

Egal, ob ein Schaden versichert ist oder nicht – Geschädigte müssen handeln. Hier lesen Betroffene, was zu tun ist.

Wenn Ihr Schaden nicht versichert ist...

Hoch­wasser Special
  • Fotos. Sie sollten Ihre Schäden durch Fotos oder Video­aufnahmen dokumentieren, um später Hilfe beantragen zu können.
  • Steuer. Sind bei Ihnen beruflich oder gewerb­lich genutzte Gegen­stände oder Immobilien zerstört worden, können Sie diese über Sonder­abschreibungen entweder als Werbungs­kosten oder Betriebs­ausgabe absetzen. Schäden an Hausrat oder den eigenen vier Wänden können Sie als so genannte außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung ansetzen. So sparen Sie Steuern und bekommen damit zumindest einen Teil des Schadens ersetzt. Beim Abzug als außergewöhnliche Belastung ziehen die Finanz­beamten von der Schadens­summe allerdings zunächst eine zumut­bare Belastung ab. Sie hängt von Ihrem Einkommen, Familien­stand und Anzahl der Kinder ab.

Wenn Ihr Schaden versichert ist...

  • Meldung. Melden Sie Ihren Schaden unver­züglich Ihrer Versicherung. Dazu sind Sie nach den Vertrags­bedingungen verpflichtet.
  • Schäden. Sie sind verpflichtet, den Schaden so klein wie möglich zu halten. Was möglich und zumut­bar ist, um Hausrat und Gebäude vor Schäden zu bewahren, müssen Sie unternehmen.
  • Beweise. Lassen Sie die Schaden­stelle bis zur Besichtigung durch die Versicherungs­gesell­schaft möglichst unver­ändert. Ist dies nicht möglich: Fotografieren Sie den Schaden. Bewahren Sie beschädigten Sachen möglichst auf, bis die Versicherung sie begut­achten konnte oder darauf verzichtet.
  • Leistung. Die Versicherung zahlt nicht sofort. Sie darf ihre Leistungs­pflicht und die Höhe des Schadens einge­hend prüfen. Allerdings gilt: Einen Monat nach der Schadenmeldung haben Sie Anspruch auf eine Abschlagzahlung in Höhe des Betrages, der zu diesem Zeit­punkt bereits unstrittig fest­steht.

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