Hoch­wasser Meldung

Steuerschuld. Hoch­wasser­geschädigte können Steuerschulden zinslos stunden lassen, wenn sie bis zum 30. September 2013 einen Antrag beim Finanz­amt einreichen.

Papiere. Die Finanz­ämter sind groß­zügig, wenn Belege verloren gegangen sind. Der Verlust von Buch­führungs­unterlagen im Hoch­wasser soll nicht zu Nach­teilen für die Betroffenen führen.

Hausrat. Die Kosten für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung sind als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetz­bar, sofern keine Versicherung den Schaden ersetzt. Steuerlich begüns­tigt sind aber nur Ausgaben für Neukauf und Reparatur von existenziellen Dingen wie Wohnung, Möbel, Hausrat und Kleidung. Nicht berück­sichtigt werden Aufwendungen für Außen­anlagen, die Garage, das Auto oder das Wochen­endhaus.

Geld. Arbeitnehmer können vom Chef finanzielle Unterstüt­zung bekommen. Das Extrageld ist steuerfrei.

Vermieter. Ausgaben für die Schaden­beseitigung an vermieteten Gebäuden und Grund und Boden werden ohne große Nach­prüfung als sofort abzugs­fähige Werbungs­kosten behandelt, wenn sie den Betrag von 45 000 Euro nicht über­steigen. Für den Wieder­aufbau von Gebäuden gibt es auf Antrag Sonder­abschreibungen bis zu 30 Prozent.

Betrieb. Für die Neuanschaffung von betrieblichem Hab und Gut wie Fahr­zeugen und EDV-Anlagen gibt es Sonder­abschreibungen bis zu 50 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungs­kosten.

Tipp: Wenden Sie sich an Ihr Finanz­amt, wenn Sie durch das Hoch­wasser viel verloren haben. Die Behörde ist die Anlauf­stelle für steuerliche Hilfe. Umfassende Informationen bietet das Special zum Thema Hochwasser auf test.de.

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