Hoch­druck­reiniger Meldung

Die Sieger in den Tests unserer Part­ner­organisationen (von links): Kärcher K4 Premium Full Control Home, Stihl RE 129 Plus und Kärcher K5 Premium Full Control Plus Home.

Gegen hartnä­ckigen Dreck an Haus, Gartenmöbeln, Gehweg oder Terrasse hilft oft nur schweres Gerät – ein Hoch­druck­reiniger muss her. Unsere Part­ner­organisationen in Belgien und Frank­reich haben die Reiniger aktuell getestet. Fazit: An teureren Modellen führt kein Weg vorbei. Die Testsieger sind auch in Deutsch­land erhältlich.

Hoch­druck­reiniger in Frank­reich und Belgien im Test

Auch in unserem bisher letzten Test Hochdruckreiniger (05/2014) hatte Qualität ihren Preis: Vorne landeten vergleichs­weise teure Geräte: zwei Modelle von Kärcher und je ein Modell von Kränzle und Stihl. Aktuell haben unsere Kollegen der französischen Verbraucher­zeit­schrift Que Choisir? und der belgischen Zeit­schrift Test Achats Hoch­druck­reiniger getestet. Auch in diesen Tests liegen teure Geräte vorn, darunter zwei Modelle von Markt­führer Kärcher. Platz eins geht im Test der Franzosen aber an ein Modell von Stihl.

Stihl im Test der Franzosen vorn

Im Test der Franzosen schiebt sich der Stihl RE 129 Plus vor die Kärcher-Riege.Ob mit Flach­strahl- oder rotierender Düse, im Praxis-Test lieferte er sehr gute Reinigungs­ergeb­nisse – und das mit vergleichs­weise wenig Zeit und Wasser. Der Anbieter gibt einen maximalen Druck von 150 bar an – im Test von Que Choisir? der höchste Wert. Der Reiniger ist mit einem Gewicht von knapp 21 Kilo jedoch ziemlich schwer. Zudem hat die gute Reinigungs­leistung ihren Preis: In Deutsch­land kostet er mindestens 440 Euro.

Zwei Modelle von Kärcher über­zeugen

Unsere belgischen Kollegen haben das Stihl-Modell nicht getestet. In ihrem Test liegen mit gleicher Punkt­zahl der K4 Premium Full ControlHome sowie der K5 Premium Full Control Plus Home vorn – beide sind von Kärcher und auch in Deutsch­land erhältlich. Auch im Test der Franzosen schneiden diese beiden Modelle gut ab. Beide über­zeugten jeweils mit Reinigungs­leistung und Halt­barkeit. Im Test der Belgier reinigte der K4 mit 110 bar, der K5 mit einem Druck von 125 bar. Die kraft­volle Pumpe des K5 entpuppte sich jedoch in den Tests beider Verbraucher­schutz­organisation als relativ laut. In Deutsch­land ist der K5 ab etwa 330 Euro zu haben, der K4 ab ungefähr 235 Euro. Obwohl güns­tiger als das Stihl-Modell, bieten beide Kärcher-Modelle einen Flächen­reiniger zum Beispiel für die Terrasse. Dieser hat im Test der Belgier sehr gute Reinigungs­erfolge erzielt. Beim Stihl-Modell ist dieses Zubehör nicht inklusive.

Güns­tige Geräte oft Fehl­investition

In beiden Tests unserer Part­ner­organisationen schnitten relativ teure Modelle mit ihren relativ starken Pumpen insgesamt besser ab. Zu diesem Ergebnis kam auch der bisher letzte Test Hochdruckreiniger der Stiftung Warentest (05/2014): Auf dem Prüf­stand erwiesen sich die meisten Billiggeräte als Fehl­investition. Die Mängel­liste reichte von schwächlicher Reinigungs­leistung bis zu kurzer Halt­barkeit. Ein Aktions-Hoch­druck­reiniger von Aldi erlitt in der Dauer­prüfung sogar einen Kurz­schluss und ging spektakulär in Flammen auf: Schnelltest Hochdruckreiniger von Aldi.

Tipps: Sicher arbeiten mit Hoch­druck

Gute Hoch­druck­reiniger bauen einen Druck von bis zu 100 bar auf – so viel, als würde das Wasser aus einem 1 000 Meter hohen Turm herunter­drücken. Dicht vor der Düse der Hoch­druck­reiniger entsteht so eine enorme Zerstörungs­kraft. Sind empfindliche Oberflächen zu reinigen, sollte mit der Sprühlanze Abstand gehalten werden. Damit die Reinigung eine sichere Angelegenheit bleibt, gilt außerdem:

  • Kinder. Halten Sie Kinder fern von Hoch­druck­reinigern. Sie könnten sich und andere verletzen.
  • Anfänger. Lesen Sie vor Gebrauch des Reinigers die Bedienungs­anleitung.
  • Schutz­brille. Setzen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit eine Schutz­brille auf, denn Gefahren verursacht nicht nur der scharfe Strahl, sondern auch der gelöste Dreck. Im Arbeits­bereich sollte sich sonst niemand aufhalten.
  • Asbest. Setzen Sie einen Hoch­druck­reiniger auf keinen Fall bei Asbestzementfassaden und -dächern ein. Das ist verboten. Grund: Große Mengen der gefähr­lichen Fasern könnten in die Umwelt gelangen. Bei Miss­achtung rufen Sie notfalls die Polizei.
  • Strom. Wasser und Strom sind ein gefähr­liches Paar. Richten Sie den Wasser­strahl daher nicht auf elektrische Geräte, Schalter, Verteiler- und Steck­dosen. Schutz bieten Fehler­strom­schutz­schalter (FI-Sicherung).

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