Klimageräte: Gekühlte Räume kosten viel Strom

Wie es funk­tioniert

Um die Temperatur im Zimmer abzu­kühlen, trans­portiert ein Klimagerät die Wärmeenergie nach draußen ins Freie. Es gibt zwei unterschiedliche Modelle.

Hitze­schutz Special

Besser. Splitgeräte führen die Wärme durch die Wand übers Außen­teil ab.

Splitgeräte sind zwei­teilig. Sie werden fest installiert. Das Innen­teil im Zimmer birgt das Kühl­element, das die Luft ansaugt und abkühlt. Auf dem Balkon oder an der Außenfassade ist das wärmeableitende Element montiert. Innen- und Außengerät sind über Rohr­leitungen verbunden, in denen ein Kälte­mittel durch ein Loch in der Wand die Wärme abführt.

Mono­block­geräte sind einteilig, kompakt und mobil. Kühl­element und Wärmeableiter stecken im selben Gehäuse. Die aufgeheizte Luft wird über einen dicken Schlauch zum geöff­neten Fenster hinaus­geblasen. Das muss dazu mühsam abge­dichtet werden.

Was es bringt

Im letzten Test mussten die Klimageräte einen Raum mit 14 Quadrat­metern von 35 auf 25 Grad abkühlen.

Splitgeräte schafften das in etwa einer halben Stunde.

Hitze­schutz Special

Schlecht. Oft gelangt bei Mono­block­geräten wieder Wärme ins Zimmer.

Die meisten Mono­geräte brauchten bis zu drei Stunden (siehe Test Klimageräte aus test 06/2008). Größere Räume kühlen sie kaum in annehm­barer Zeit. Grund: Das Fenster, durch das der Abluft­schlauch des Mono­geräts hinaus­hängt, ist nur mit hohem Aufwand abzu­dichten. Im Raum entsteht ein Unter­druck, sodass permanent warme Luft nach­strömt. Mono­geräte sind zudem laut. Sie erreichen bis zu 57 Dezibel. Ein normales Gespräch ist da unmöglich. Auch Splitgeräte machen Geräusche, die aber vor allem die Nach­barn hören. Bei den Außengeräten haben wir bis zu 56 Dezibel gemessen, bei den Innen­teilen der Splitgeräte maximal 40 Dezibel.

Was es kostet

Die Preise für Split- und Mono­block­geräte fangen bei einigen hundert Euro an. Splitgeräte können aber auch mehr als 2 000 Euro kosten. Splitgeräte dürfen nur von Fachleuten installiert werden, da sie klima­schädliche Kälte­mittel enthalten, die entweichen könnten. Ein Anschluss kostet zwischen 250 und 280 Euro – plus Kosten für Wand­durch­brüche oder aufwendige Monta­gearbeiten an der Fassade. Hinzu kommt ein dicker Batzen an Strom­kosten: Ein Klimagerät kann in einem heißen Sommer mehr Strom verbrauchen als ein Kühl-Gefrier-Gerät im ganzen Jahr – zwischen 100 und 200 Euro.

test-Kommentar: Über­legen Sie, ob Sie für die wenigen heißen Tage wirk­lich ein Klimagerät brauchen. Wenn ja, sind Splitgeräte den Mono­block­geräten über­legen. Strom verbrauchen beide enorm viel. Splitgeräte gehen effizienter mit der Energie um und kühlen ein Zimmer wirk­lich ab. Mono­geräte schaffen selbst in kleinen Räumen und im Dauer­betrieb oft nur wenig Kühle.

Dieser Artikel ist hilfreich. 199 Nutzer finden das hilfreich.