Historischer Test Nr. 8 (Juli 1966) Meldung

„Hand­rührer sind nicht viel teurer als Stabmixer – dafür aber vielseitiger“, urteilte die Stiftung Warentest 1966. Die Tester prüften 28 Marken und kamen zu dem Ergebnis: „Alle Geräte führen Rühr- und Schlag­arbeiten zufrieden­stellend aus.“ Die größten Unterschiede gab es beim Kneten von Teig, wo sich zeigte: Wendeln arbeiten besser als Haken oder Spiralen. 50 Mark kostete das güns­tigste Gerät, 100 Mark das teuerste. Trotzdem hatten teure Geräte oft weniger Zubehör als billige.

Nur neun Geräte über­standen den Dauer­lauf

Hier ein Auszug aus dem Prüfbe­richt zu Test Nr. 8 (test 04/1966):

„Von 28 verschiedenen Hand­rührern haben wir für unseren Test je drei Prüf­muster einge­kauft. Ein Gerät wurde für die tech­nische Prüfung, ein zweites für die praktische Prüfung benötigt. Das dritte blieb in Reserve. Allein unsere Dauer­prüfung war jedoch so hart, daß bei 19 Modellen auch das Reservegerät einge­setzt werden mußte. Wir wollten fest­stellen: Sind die Hand­rührer elektrisch sicher? Bewähren sie sich in der Praxis? Sind sie hand­lich und leicht zu bedienen?

Tech­nische Prüfung

Um die elektrische Sicherheit zu unter­suchen, ergänzten wir die zur Zeit geltenden VDE-Prüf­methoden und richteten uns zusätzlich nach dem Entwurf einer neuen europäischen Sicher­heits­vorschrift, die zum Teil höhere Anforderungen stellt (CEE).

(...)

Um die Halt­barkeit der Geräte zu testen, wurden sie einer Dauer­prüfung unterworfen: Drei Minuten Arbeits­zeit, zwölf Minuten Pause – insgesamt 96 Laufstunden. Die Geräte liefen dabei mit einer Belastung, die in der Praxis dem Bearbeiten von Teig entspricht. Den Dauer­lauf über­standen nur neun Hand­rührer (siehe Tabelle). Mit dem Ersatz­muster der ausgefallenen Geräte machten wir noch einen weiteren Versuch mit geringerer Belastung. Selbst dabei fiel wieder über die Hälfte der Geräte aus.“

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