Historischer Test Nr. 48 (September 1967) Meldung

„Ob konservativ gestreift oder frech gewürfelt, die Kollektion deutscher Selbst­klebefolien bietet für jeden Geschmack etwas“, schrieb test im September 1967 zum ersten Test von Selbst­klebefolien. Die Tester untersuchten Produkte von sechs Herstel­lern und prüften, ob die Folien gut hafteten und ob sie gegen Flecken empfindlich waren. Auch Farb­ver­änderungen registrierten die Prüfer. Der Test verrät, ob die Folien im Laufe der Zeit heller oder eher dunkler wurden.

Auf die Kollektion kommt es an

Auszug aus test 9/1967:

Das Geschäft blüht. Jähr­lich verlassen 40 Millionen Quadrat­meter die Fließ­bänder, um schließ­lich auf Schränken, Türen und Papierkörben kleben zu bleiben. Das Sortiment ist reichhaltig: Sechs Hersteller versorgen bundes­deutsche Bastler mit Blumen­arrangements auf Plastic, Delfter Kacheln, italienischem Marmor in Rollen, Palisander als Meterware. Das alles kann im do-it-yourself-Verfahren verklebt werden, hoch­poliert oder matt, geprägt oder glatt. Erlaubt ist, was gefällt.

Vor etwa zehn Jahren kamen die ersten Selbst­klebefolien auf den deutschen Markt. Die Horn-schuch AG (d-c-fix) über­nahm die Idee aus den USA, stellte jedoch nach eigenen tech­nischen Patenten her. Als des Pioniers kost­spieliger, aber erfolg­reicher Werbe­feld­zug den deutschen Markt geöffnet hatte, zogen andere Unternehmer nach.

Die verschiedenen Folien-Hersteller wett­eifern um die Gunst des Kunden, indem sie ständig neue Farben, Muster und Motive anbieten. Nicht der Preis, sondern die Kollektion spielt für den Verkaufs­erfolg die ausschlag­gebende Rolle. Der Preis liegt bei allen Herstel­lern gleich. Ein laufender Meter Selbst­klebefolie von 45 Zenti­meter Breite kostet 2,75 Mark.

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