Historischer Test Nr. 38 (Juni 1967) Test

„Gute Konserven müssen nicht teuer sein“, lautete das Fazit, als die Stiftung Warentest im Jahr 1967 erst­mals Herings­filets in Tomatensoße untersuchte. Sechs­undzwanzig Marken hatten gute bis mitt­lere Qualität. Vier Proben waren von geringerer Qualität. Die besten Noten erhielten Produkte von Treudt, Richter und Vivo-Fisch­meister – die gleich­zeitig auch zu den preisgüns­tigen Marken zählten (Preise: 0,55 - 1,35 DM).

Den meisten Fisch essen Büro­tätige

Auszug aus test 6/1967:

„Etwa 250 Millionen Fisch­konserven werden jähr­lich in Deutsch­land hergestellt. Weit über die Hälfte aller einge­dösten Heringe liegen in Tomatentunke, andere in Bier-, Senf-, Wein-und etlichen anderen Soßen. Die Tunke – ihre Zusammenset­zung ist Firmen­geheimnis – gibt dem Hering den pikanten Geschmack, der allerdings erst etwa zwei Monate nach Abfüllung voll zur Geltung kommt. (...) In zwei Dritteln aller bundes­deutschen Haushalte werden Fisch­konserven gegessen. Die meisten in den Ländern Hamburg und Bremen. Deutsche bevor­zugen neben Heringen in Tomatensoße vor allem Ölsardinen, es folgen Thun­fisch, Bratheringe und Heringe in Gelee. Den meisten Fisch essen Büro­tätige. Fisch ist leicht verdaulich, bei sitzender Beschäftigung ein besonders wichtiger Punkt. Hering besteht haupt­sächlich aus Eiweiß, Fett und Wasser, enthält auch Vitamine und die für die menschliche Ernährung wichtigen Mineralstoffe, haupt­sächlich Phosphor.“

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