Historischer Test Nr. 27 (Februar 1967) Meldung

Das Wort „Hausfrau“ kommt im Testbe­richt zur ersten Staubsauger-Unter­suchung der Stiftung Warentest genau elfmal vor – 47 Jahre später nur noch einmal, politisch korrekt ergänzt um den „Hausmann“. Mag sich das Bild von der Rolle der Frau seit 1967 auch stark verändert haben – viele der damals getesteten Marken haben heute noch einen unver­ändert guten Klang: AEG, Miele, Philips gehörten zu den Testsiegern. Welche Geräte aktuell die Nase vorn haben, verrät der Produktfinder Staubsauger.

Nützliche Staubfänger für die Wohnung

Auszug aus test 02/1967:

„Staubsauger sind die ältesten aller elektrischen Haus­halts­geräte und die beliebtesten zugleich. Seit einem halben Jahr­hundert bekannt, gibt es heute mehr Staubsauger auf der Welt als Kühl­schränke oder Wasch­maschinen: weit über 100 Millionen. Fast vier von fünf deutschen Hausfrauen rücken dem Wohnungs­schmutz elektrisch zu Leibe. Wie Umfragen ergaben, benutzen sie den Staubsauger zwei bis dreimal wöchentlich – insgesamt etwa zwei Stunden.

Gute Staubsauger sollten:

  • ein kräftiges Gebläse und einen soliden Motor haben,
  • elektrisch sicher sein,
  • weiche Perserteppiche genauso­gut absaugen wie harte Sisalbeläge,
  • leicht zu schieben sein und bequem in der Hand liegen,
  • auch unter nied­rigen Möbeln und in Zimmer­ecken einfach zu manövrieren sein,
  • sich leicht entleeren lassen.

Vor 60 Jahren waren die Anforderungen noch nicht so hoch. Amerikanische Erfinder zeigten 1901 in England einen Apparat, der Staub durch Druck­luft aus dem Teppich pressen und in eine Kiste treiben sollte. Doch die Vorführung mißlang. Der größte Teil des Staubes flog Erfindern und Ehren­gästen ins Gesicht.“

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